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Richtungs- und Ansteuerungsbaken Burgstaaken

Geogr. Lage: ~ 54°25´N 11°11´O    Standort: Am Burger See     In Betrieb seit: 15. Februar 1887










   In alter Zeit fuhren die Schiffe bis in den alten Hafen von Borg, südwestlich der St. Nicolai-Kirche. Aber bereits im 18. Jahrhundert war die Zufahrt vollständig versandet, sodass man einen neuen Hafen an der "Deepe" (Tiefe) errichtete. So entstand Burgstaaken.


"Grundriss der Stadt Borg auf Femern" anno 1548 & 1648


1887
Erste Hafenfeuer errichtet

Anzündung von Hafenfeuern
[Nachrichten für Seefahrer No. 215 v. 5. Februar 1887]

   Zur Bezeichnung der Hafeneinfahrt zu Burgstaaken werden vom 15. Februar d. J. ab in dunklen Nächten zwei rothe und zwei grüne Laternenfeuer angezündet werden.
Die beiden rothen Laternenfeuer, welche auf dem Löschplatz zu Burgstaaken in einer Höhe von 5 bzw. 4 m über dem täglichen Wasserstande angebracht werden, bezeichnen die Richtung der Einfahrt von der Rhede durch die Molen, während die beiden grünen Laternenfeuer, welche am Galgenteiche bei dem Hafen 7,5 m bzw. am Hafendeiche 5 m über Wasser angebracht werden, die Richtung der der Hafenrinne von der Mole bis zum Hafen bezeichnen.
   Einsegelnde Schiffe müssen von der Rhede den durch die beiden rothen Lichter bezeichneten Kurs steuern bis zum Passiren der Molen, worauf dann nordwestlich zu steuern ist, bis sie in die Richtung der beiden grünen Lichter kommen, und dann ist diese Richtung bis zum Hafen einzuhalten.
Die Richtung der beiden rothen Laternenfeuer ist S3°W--N3°O und die der grünen Laternenfeuer S9°W--N9°O.
1891

Anstrich, Beleuchtung und Lage der Baken
[NfS. No. 1373 v. 27.6.1891]; vgl. No. 215 d.J.

   Die Ansteuerungs- und Richtungsbaken von Burgstaaken haben folgenden Anstrich, Beleuchtung und Form

Ansteuerungsbaken

Die innere Bake ist ein eiserner schwarzer Laternenpfahl von 2,25 m Höhe mit rothem festem Feuer und liegt in:
54°25´21,6´´N-Br. 11°11´42,2´´O-Lg.

Die äußere Bake ist ein gelber hölzerner, 1 m hoher Pfahl mit rothem festem Feuer und liegt in:
54°25´20,2´´N-Br. 11°11´41,7´´O-Lg.


Richtungsbaken

Die innere Bake ist ein gelber hölzerner, 6 m hoher Pfahl mit grünem festem Feuer und liegt in:
54°25´30,4´´N-Br. 11°11´37,2´´O-Lg.

Die äußere Bake ist ein gelber hölzerner, 1 m hoher Pfahl mit grünem festem Feuer und liegt in:
54°25´24,5´´N-Br. 11°11´38,0´´O-Lg.


Diese Feuer brennen bei dunklen Nächten, so lange die Schiffahrt offen ist.
1897

Vertiefung des Hafens
[NfS. Nr. 840 v. 20.3.1897]

   Nach Mittheilung des Bürgermeisters in Burg a. Fehmarn vom 15. März d. J. sind der Hafen und die Hafenrinne zu Burgstaaken auf 4,5 m Wassertiefe unter dem täglichen Wasserstande vertieft worden. Die Wassertiefe in der Hafenrinne außerhalb der Molen bei Burgtiefe beträgt jetzt 5 m.
Die Betonnung des Fahrwassers besteht jetzt aus folgenden Seezeichen:

1) Ansegelungstonne ist eine rothe Bakentonne mit der Aufschrift "Burg"
2) In der Baggerrinne durch den Burger See nach dem Hafen von Burgstaaken befinden sich an St-B. rothe Stangen und an B-B. Pricken.
3) Beim Schwojeloch liegen an St. B. zwei rothe Stangen mit Korb.

1899






Befeuerung des Hafen von Burgstaaken

   An der Ostseite des Hafens brennt auf einem gelben, hölzernen Pfahle und auf einem schwarzen, eisernen Laternenpfahl je ein rothes festes Feuer. Diese Feuer, in Linie gehalten, kennzeichnen die Richtung der Einfahrt von der Rhede zu den Molen.
   An der Westseite des Hafens brennen auf gelben, hölzernen Pfählen zwei grüne, feste Feuer, welche, in Linie gehalten, die Richtung der Hafenrinne von der Mole bis zum Hafen kennzeichnen.
Alle vier Feuerwerden jedoch nur in dunklen Nächten und so lange die Schiffahrt frei ist, angezündet.
   Bei Nacht führt die Deckpeilung der rothen Feuer bis vor den östlichen Molenkopf; von dort hat man sich durch die Rinne weiter zu fühlen, bis die grünen Feuer zur Deckung kommen, um alsdann der dadurch gegebenen Richtung bis zum Hafen zu folgen.


1908

Erhöhung des Oberfeuers
[NfS. Nr. 841 v. 18.4.1908]

   Am 15. Mai 1908 wird der Unterbau für das Oberfeuer Burgstaaken erneuert und gleichzeitig um 2,5 m erhöht werden.
Das Feuer wird dann an einem hölzernen, schwarzen Mast 7,5 m über M-Wss. und 4,7 m über dem Erdboden brennen.
Lage: 54°25´22´´N-Br., 11°11´42´´O-Lg.
1913

Unterfeuer Burgstaaken, (Nr. 856)

Position: 54°25´20´´N, 11°11´43´´O
Kennung: F. r. (Petr.)
Feuerhöhe über Mittelwasser: 4 m
Turmhöhe über Erdboden: 1 m
Angaben: Weißer, hölzerner Pfahl, auf dem Löschplatz dieses Ortes an der SO-Küste der Insel Fehmarn


Oberfeuer Burgstaaken, (Nr. 859)

Position: 54°25´22´´N, 11°11´38´´O
Kennung: F. r. (Petr.)
Feuerhöhe über Mittelwasser: 7,5 m
Turmhöhe über Erdboden: 4,7 m
Angaben: Schwarzer, hölzerner Mast, 60,8 m rw. 347,2° vom Unterfeuer



Bemerkungen:

Unbewachte Richtfeuer; kennzeichnen, in Linie in rw. 347,2°, die Ansteuerung von der Reede bis zum O-lichen Molenkopf.
Tiefergehende Schiffe müssen sich, um in die Baggerrinne zu kommen, etwa O-licher halten.
Unterstehen der Stadt Burg.


Unterfeuer Burgstaaken, (Nr. 862)

Position: 54°25´24´´N, 11°11´38´´O
Kennung: F. gn. (Petr.)
Feuerhöhe über Mittelwasser: 5 m
Turmhöhe über Erdboden: 1 m
Angaben: Roter, hölzerner Pfahl, am Deich dieses Hafens


Oberfeuer Burgstaaken, (Nr. 859)

Position: 54°25´30´´N, 11°11´37´´O
Kennung: F. gn. (Petr.)
Feuerhöhe über Mittelwasser: 7,5 m
Turmhöhe über Erdboden: 6 m
Angaben: Roter, hölzerner Pfahl, am Galgenteich 114 m rw. 358,5° vom Unterfeuer

Bemerkungen:Unbewachte Richtfeuer; kennzeichnen, in Linie in rw. 358,5°, die Richtung des innersten Teils der Hafenrinne bis zum Hafen.
Unterstehen der Stadt Burg.
1915

[Ostsee-Handbuch Nr. 2003 v. 1915, S. 174]
   Auf der Westmole der Einfahrt vom Fehmarn-Sund in den Burger See steht eine weiße Bake und etwa 153 m nördlich davon eine zweite ebensolche Bake mit je einem Dreieck, Spitze oben, als Toppzeichen.
   Die Deckpeilung beider Baken führt durch die Baggerrinne im Burger See.
1919

Versetzung der Richtfeuer
[NfS. Nr. 3679 v. 27.121919]

   Um die Einsteuerung bei Nacht in den Hafen von Burgstaaken zu erleichtern, sind die beiden Richtfeuer, rote Festfeuer, etwa 1000 m weiter W-wärts versetzt.
Ihre Deckpeilung rw. 315° führt von der Reede zwischen den beiden Molen hindurch bis zur Deckpeilung der beiden grünen Festfeuer.
Beide Feuer brennen an Holzmasten,
das Unterfeuer auf 54°25´16´´N, 11°10´44´´O 5,5 m,
das Oberfeuer etwa 175 m rw. 315° vom Unterfeuer auf 54°25´19´´N, 11°10´37´´O, 8,5 m über Mittelwasser
1922

Süd-Bake beseitigt
[NfS. Nr. 2809 v. 26.8.1922]

   Südbake am Burger See auf ungf. 54°24,6´N, 11°11,7´O ist nicht mehr vorhanden und wird nicht wieder errichtet.
1933

Unterfeuer Burgstaaken (Nr. 865)

Position: 54°25´N, 11°11´O
Kennung: F. r. (El.)
Feuerhöhe über Mittelwasser: 5,5 m
Turmhöhe über Erdboden: 1 m
Angaben: Weißer, hölzerner Pfahl, auf einer Insel im Burger See


Oberfeuer Burgstaaken (Nr. 866)

Position: 54°25´N, 11°11´O
Kennung: F. r. (El.)
Feuerhöhe über Mittelwasser: 8,5 m
Turmhöhe über Erdboden: 4 m
Angaben: Schwarzer, hölzerner Mast, etwa 1 Kblg rw. 315° vom Unterfeuer.

Bemerkungen: Unbewachte Richtfeuer; kennzeichnen, in Linie in rw. 315° von der Reede zwischen beiden Molen hindurch bis in die Richtlinie der beiden grünen Feuer.
Unterstehen der Stadt Burg.

"Kieler Bucht" (OK der Kriegsmarine 1931; Ber. 29.III.1945)



Unterfeuer Burgstaaken (Nr. 868)

Position: 54°25´N, 11°11´O
Kennung: F. gn. (El.)
Feuerhöhe über Mittelwasser: 5 m
Turmhöhe über Erdboden: 1 m
Angaben: Roter, hölzerner Pfahl, am Deich dieses Hafens


Oberfeuer Burgstaaken (Nr. 869)

Position: 54°25´N, 11°11´O
Kennung: F. gn. (El.)
Feuerhöhe über Mittelwasser: 7,5 m
Turmhöhe über Erdboden: 6 m
Angaben: Roter, hölzerner Pfahl, am Galgenteich 114 m rw. 358,5° vom Unterfeuer

Bemerkungen: Unbewachte Richtfeuer; bezeichnen, in Linie in rw. 358,5°, die Richtung des innersten Teils der Hafenrinne bis zum Hafen.
Unterstehen der Stadt Burg.

1950

Feuerträger geändert
[NfS. Nr. 3444 v. 21.10.1950]

a) Unterfeuer
Geogr. Lage: Ungf. 54°25´N, 11°11´O, auf einer Insel im Burger See
Feuerträger: Weißer hölzerner Mast

b) Unterfeuer
Geogr. Lage: Ungf. 54°25´N, 11°11´O, auf dem Hafengelände in der Nähe der nördlichen Ufermauer.
Feuerträger: Roter hölzerner Mast

1956

Anstrich geändert
[NfS. Nr. 2987 v. 18.8.1956]

Geogr. Lage: Ungf. 54°25´N, 11°12´O
Angaben: Der rote Teil des Feuerträgers ist schwarz gestrichen worden.
1985

Lotsenstelle eingegangen
[NfS. Nr. 588 v. 1.2.1985]

Geogr. Lage: Ungf. 54°25,3´N, 11°12,2´E
Angaben: Die Lotsenstelle ist zu streichen.

Das Lotsenhaus ist heute eine feine Gaststätte direkt am Hafen
1987

Kennung geändert
(WSA Lübeck 143/87) 40/87 v. 2.10.1987

Unterfeuer Burgstaaken in Glt. 8s; 54°25,3´N, 11°11,5´E
Oberfeuer Burgstaaken in Glt. 8s; 54°25,4´N, 11°11,5´E

1995
Richtfeuerlinie "2 F.R. ≠ 316°" beseitigt

Mit der Inbetriebnahme des Feuers Burger See wurde die westliche der beiden Richtfeuerlinien gelöscht und abgebaut.

Löschung
[NfS. 1/95 v. 6.1.1995; WSA Lübeck 165/94]


Unterfeuer Burger See auf 54°25,2´N 011°10,4´E
Oberfeuer Burger See  auf 54°25,1´N 011°10,5´E.

2002

   Unterfeuer Burgstaaken-Hafen (C1322)




Position: 54°25´N, 11°11´O
Kennung: Iso. 8 s
Höhe über Wasser: 15 m
Höhe über Erdboden: 13 m
Nenn-TW: 9 M
Angaben: Mast mit rotem Toppzeichen,



   Oberfeuer Burgstaaken-Hafen (C1324)




Position: 54°25´N, 11°11´O
Kennung: Iso. 8 s
Höhe über Wasser: 23 m
Höhe über Erdboden: 21 m
Nenn-TW: 9 M
Angaben: Mast mit rotem Toppzeichen, , 167 m vom Unterfeuer

Bemerkungen:
Lichtstark in der Richtfeuerlinie 356,5°, gleichgängig

2014

Richtfeuer außer Betrieb
[BfS. (T)83/14, WSA Lübeck , 03.09.2014] © elwis

Geogr. Lage: 54°25,3934´N 011°11,3921´E
Zeit der Ausführung: Ab sofort bis auf weiteres
Gültig von: 03.09.2014
Angaben: Das Oberfeuer des Richtfeuers Burgstaaken (Lfv. Teil II, lfd. Nr. 05621) ist bis auf weiteres außer Betrieb.



Richtfeuer wieder in Betrieb
[BfS. (T)84/14, WSA Lübeck , 04.09.2014] © elwis

Geogr. Lage: 54°25,3934´N 011°11,3921´E
Zeit der Ausführung: Ab sofort
Gültig von: 04.09.2014
Angaben: Das Oberfeuer des Richtfeuers Burgstaaken (Lfv. Teil II, lfd. Nr. 05621) ist wieder in Betrieb.

2015

Bauarbeiten beendet
[BfS. 124/15, WSA Lübeck , 17.08.2015] © elwis

Geogr. Lage: 54°25´N 011°11´E
Zeit der Ausführung: Ab sofort, ohne weitere Nachricht
Gültig von: 17.08.2015
Angaben: Die Bauarbeiten im Hafen Burgstaaken sind beendet, das Richtfeuer Burgstaaken (Lfv. Teil II, lfd. Nr. 05620 und 05621) ist wieder uneingeschränkt nutzbar.



Richtfeuer ztws. außer Betrieb
[BfS. 187+188/15, WSA Lübeck , 03.11.2015] © elwis

Geogr. Lage: 54°25´N 011°11´E
Zeit der Ausführung: Ab sofort, ohne weitere Nachricht
Gültig von: 03.11.2015
Angaben: Das Richtfeuer Burgstaaken (Lfv. Teil II, lfd. Nr. 205620 und 205621) ist wieder in Betrieb.
Die o.g. BfS (T)187/15 wird hiermit aufgehoben.


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