Geogr. Lage: 54°10,9´N, 7°53,2´O. Standort: Südspitze der Hauptinsel Errichtet: < 1745 Niedergelegt: 1919
[ North sea pilot, Part.IV, 1863]
Helgoland (Heiliges Land, Dänisch) am äußeren Ende der Bucht gleichen Namens, ist ein allgemein gebrauchter Ansteuerungspunkt.
Helgoland ist Abgangshafen für Schiffe, die für die Elbe oder Weser bestimmt sind und nahezu gleich weit von den
Mündungen der Weser, Elbe und Eider entfernt. Helgoland befindet sich im Britischem Besitz und war ein bedeutender
Lagerplatz für für Britische Firmen, die von hier zum Kontinent segelten, als der Handel mit diesem Land durch
Napoleon verboten war. Hog Steen Helgoland ist der See extrem ausgesetzt und von breiten Felsenriffen umgeben, die sich vom nördlichen Teil nahezu eine Meile in NNW Richtung und mehr als eine 1/2 meile südwärts vom südlichen Punkt erstrecken. Hog Steen ist eine abseits gelegene gefährliche Untiefe und liegt in der Peilung SzO nahezu eine Meile vom südlichen Punkt der Insel. Bei Niedrigwasser beträgt die Wassertiefe nur 4 Fuß. Von Hog Steen aus befinden sich die alte Feuerbake und die Bull Bake in der Peilung NzW 1/8 W und die mittlere und süd-westliche Bake auf der Düne in der Peilung NO 1/4 N. Hog Steen ist durch eine rote Spitztonne mit Kugel als Topzeichen nahe der Süd West Seite markiert. Ansteuerung Wenn Helgoland aus westlicher Richtung angesegelt wird, um den Süd-Hafen anzusteuern, muß mindestens eine Meile nach Süden von Helgoland gesegelt werden. ... |
1532 |
[ A.W.Lang: "Entwickl., Aufbau und Verwaltung des Seezeichen-Wesens", S. 31] 1532 werden "twee stocke" erwähnt, wahrscheinlich als Kapen gedachte Masten ohne Toppzeichen, die, in Deckpeilung gebracht, die Richtung anzeigten, in der der berüchtigte "Steen", eine Klippe im Süden des Hafeneingangs, lag. |
1545 |
C. Anthonisz., Helgoland um 1545 |
1565 |
D. Sael (?), Helgoland, um 1565 |
1663 |
[ A.W.Lang: "Entwickl., Aufbau und Verwaltung des Seezeichen-Wesens", S.31] Seitdem dienten dem gleichen Zweck je zwei Kapen auf dem "Ober"- und auf dem "Unter-Land". |
1745 |
1775 ![]() Die Richtlinie von Blüse und Bull-Bake markierten, wie auch beide Dünen-Baken, den "Hoog-Steen" |
1762 |
![]() [ A.W.Lang: "Entwickl., Aufbau und Verwaltung des Seezeichen-Wesens"] " Die Felseninsel Helgoland mit Blüse, Bake und einer nadelförmigen alleinstehenden Felssäule, dem "Mönch", dazu die sog. "Düne" mit zwei Baken. Eine Kreuzpeilung der genannten Seezeichen warnt - zusammen mit einer Seetonne - vor der gefährlichen Klippe "Steen". Ausschnitt von 1762 |
1787 |
![]() Obwohl es auf der "Schetskaarte" eine primitive und sehr fehlerhafte Darstellung der Insel und ihrer Klippen ist, erkennt man neben der Bull-Bake (B: de Baake) eine zweite auf der SO-Spitze (H: Nieuwe Baak). ?? Ausschnitt von 1787 |
1826 |
![]() Auf der Düne erkennt man die beiden Spierenbaken, ohne Toppzeichen Ausschnitt von 1826 |
1846 |
Baken auf HelgolandÜbersetzung:
[Nachrichten für Seefahrer, Trinity-House, London, 11. November 1846] ![]() Die schon lange existierenden Baken auf der Düne bei Helgoland sind verfallen. Die Landesvorsteherschaft hat dieses Board dringend gebeten, diese wieder zu errichten und nachfolgend zu erhalten - so auch die Bake auf Helgoland. Die Corporation hat dem zugestimmt und die genannten Baken als zusätzliche Navigationshilfen zu ihrem Leuchtturm auf der Insel zu betrachten: Hiermit wird bekannt gemacht, dass in Übereinstimmung damit drei neue schwarze Baken mit einem Dreieck an der
Spitze auf der Düne errichtet worden sind, und dass Seefahrer beachten müssen, |
1863 |
[ North sea pilot, Part.IV, 1863]
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1887 |
[Seezeichen in den deutschen Küstengewässern, 1887, S.31] Bull-Bake Auf der Kante des Oberlandes SzW vom neuen Leuchtturm. Schwarzer Bock mit Spiere und einem Dreieck mit der Spitze nach oben als Toppzeichen. |
1889 |
Veränderung in der Beleuchtung und Betonnung von Helgoland[Nachrichten für Seefahrer No. 928 v. 4. Mai 1889]Nach der neuesten britischen Admiralitäts-Karte No.126 vom Jahre 1888 sind bei Helgoland in der Beleuchtung und Betonnung folgende Veränderungen eingetreten: 1. Das rothe feste Fischerfeuer steht auf dem Unterlande auf einer Pfahlbake 2,7 Kabllg. rw. N 76°56´O von dem Leuchtthurm auf Helgoland.Der Vermessungs-Dirigent der Nordsee hat ferner berichtet, daß das Fischerfeuer auf dem Unterlande nicht von der Regierung, sondern von der Kommune unterhalten wird und nicht regelmäßig brennt. Es steht ca. 1/2 Kabllg. von der Wurzel der Landungsbrücke und dient als Leitfeuer für die Einsegelung in den Nordhafen von See aus; nach dem Ankerplatze der Fischerboote auf Sathurn-Brunnen zu hat es einen weißen Sektor. Beim Einsegeln in den Südhafen muß man zunächst die Steen-Tonne aufsuchen und hierzu die Ostbake und die SW-Bake auf der Sandinsel in Linie bringen und in dieser Richtung bis in die Nähe der verhältnismäßig kleinen Tonne steuern. Sind die Baken auf der Sandinsel nicht gut zu erkennen, so suche man die Tonne in der Deckpeilung "Bull-Bake und Ueberreste des alten Leuchtthurmes" auf. Die Tonne liegt an der SW-Seite des Steen-Rock, welcher an beiden Seiten passirt werden kann. Will man westlich desselben einsegeln, so halte man die Ost-Bake nördlich frei von der SW-Bake und bleibe 1/2 bis 1 Kabllg. von der Tonne entfernt. Bei größerem Abstande trifft man auf die 3,5 m-Stelle, welche 1 1/2 Kabllg. N1/8O von Steen-Rock liegt. In der angegebenen Richtung steuere man, bis der Leuchtthurm von Helgoland in NW peilt. Von hier halte man auf die Mitte der Durchfahrt, zwischen der Haupt- und der Sandinsel, zu und ankere auf 5 m Wasser in der Linie zwischen dem Leuchtthurm und der SW-Bake. Will man östlich von Steen-Rock passiren, so behalte man die Steen-Tonne ca. 1 Kabllg. an B.B. und, sobald die Bull-Bake westwärts gut frei von dem alten Leuchtthurm ist, hat man Steen-Rock gut passirt. Von hier bringe man die Baken in Linie und verfolge diese Richtung, bis der Leuchtthurm NW peilt. Beim Ankern muß man vermeiden, dem zwischen der Hauptinsel und der Sandinsel liegenden Kabel zu nahe zu kommen. Dasselbe ist an mehreren Stellen durch Kabeltonnen (siehe ad 6) bezeichnet. Karte III: 15 (D.88); Lchtf.-Verz., 1889, III: 44 |
1898 |
[Segel-Handbuch Nordsee, 1898, S. 272] Die Bull-Bake am südlichen Rande der Insel, ist eine einfache Spierenbake mit dreieckigen Toppzeichen. ![]() Ansicht von 1890 |
1910 |
1890 ![]() Die Bull-Bake hat wahrscheinlich ihren Namen von dem Bullhorn, welches südlich von der Bake bezeichnet ist. |
1919 |
Baken beseitigt[Nachrichten für Seefahrer Nr. 3003 v. 1. November 1919]Auf Helgoland sind bei Kriegsbeginn folgende Baken, die nicht wieder errichtet werden, niedergelegt worden: 1. Die Petersens-Horn-Bake auf ungf. 54°11,4´N, 7°52,7´O.
2. Die Bogenstihn-Bake auf ungf. 54°11,3´N, 7°52,9´O. 3. Die Bull-Bake auf ungf. 54°10,9´N, 7°53,2´O. Krt. III: 15 (D. 88)), 15a (D. 34), 16 (D. 163), 22 (D. 49); Shb. Nordsee, östlicher Teil, 1917 S. 464 |