1878
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Königsfahrt (Lfd. Nr. 33)
Geogr. Lage: 53°31´22´´N, 13°49´10´´O,
auf der untersten Spitze des durch Bohlwerk und Abpflasterung geschützten Wiesen-Terrains zwischen der
Königsfahrt und dem Babin-Strom zur Bezeichnung der Einfahrt aus dem Dammansch in die
Königsfahrt.
Lichterscheinung: Ein weisses festes F.,
Beleuchten einen Sektor des Horizonts von 225°.
Beschreibung des Leuchtapparates: Messingene Laterne mit Fresnelschem Glase
parabolischem versilberten Spiegel von 20 cm Durchmesser und messingener Lampe
von 20 cm Höhe mit einem Docht von 2,5 cm Durchmesser.
Erleuchtungsmaterial: Petroleum
Sichtweite: 7 Sm
Beschreibung: Bake aus Schwellen und Streben.
Dient auch als Tagesmarke.
Einrichtung zum Aufziehen der Laterne befindet sich in der Laternenstube,
einem Bretterverschlage am Fusse der Bake.
Bedienung des Feuers: Ein in der Nähe der Leuchtbake wohnender Grundbesitzer besorgt gegen Entschädigung die
Bedienung. |
1894
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Veränderung des Leuchtfeuers an der Königsfahrt in der Oder
[NfS.No.326 v. 10.2.1894]
Nach Mittheilung des Königlichen Regierungs-Präsidenten zu Stettin ist in der Königsfahrt eine
neue Bake errichtet worden, welche ein weißes unterbrochenes Feuer zeigt.
Das Feuer erscheint und verschwindet in regelmäßigen Zwischenräumen von 3 Sekunden.
Das frühere weiße feste Feuer ist gelöscht worden. |
1903
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Farbe des Feuers verändert
[NfS. No. 2361 v. 07.11.1903]
Nach Mitteilung der Wasserbauinspektion in Stettin vom 28. Oktober d.J. zeigt die Königs-Bake an der
Mündung der Königsfahrt in den Damanschen Strom von jetzt ab in dem Sektor W-lich des Fahrwassers
anstatt des bisherigen roten unterbrochenen Feuers ein grünes unterbrochenes Feuer, wogegen das mit weißem
unterbrochenen Feuer beleuchtete Fahrwasser auf der O-Seite durch einen Sektor mit rotem unterbrochenen Feuer begrenzt
wird.
Im übrigen bleibt das Feuer unverändert. |
1911
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Anzündung der Richtfeuer
[NfS. Nr. 1548 v. 08.7.1911]
Die Fahrwassermittellinie der Oder von Kratzwiek abwärts bis zur Königsbake wird durch drei Paar Richtfeuer
bezeichnet werden. Die Richtfeuer werden voraussichtlich am 1. August 1911 in Betrieb genommen werden; der endgültige
Zeitpunkt wird noch bekanntgemacht. Einzelne Feuer werden im Laufe des Monats Juli zuweilen probeweise brennen.
Jeder der drei Fahrwaserstrecken
Kratzwiek — Cavelwischer Ziegeleigraben,
Cavelwischer Ziegeleigraben — Scholwiner Krug und
Scholwiner Krug — Königsbake
wird durch ein Oberfeuer und ein Unterfeuer bezeichnet werden.
Die Baken der Oberfeuer werden aus je einem vierseitigen, hölzernen Fachwerkgerüst von 4,5m unterer und 2,0m oberer
Seitenlänge bestehen, das eine etwa 14m über M-Wss. liegende Galerie und darauf eine sechsseitige Laterne mit
pyramidenförmigem Dach tragen wird. Der Laternenknauf wird 16,5m über M-Wss. liegen.
Das Fachwerkgerüst der ähnlichen Baken der Unterfeuer wird 2,0m untere und 1,5m obere Seitenlänge haben. Die
Galerie wird 7,0, der Laternenknauf 9,5m über M-Wss. liegen.
Sämtliche Baken der Ober- und Unterfeuer werden oben weiß und unten schwarz gestrichen sein; nur die
Ihna-Bake wird weißen Anstrich erhalten und ebenso aussehen wie die Bake des Schanzen-Oberfeuers
...
Die Fahrwasserstrecke Scholwiner Krug — Königsbake wird durch die Camelsberg-Nordbake als
untere und die Ihna-Bake als obere Richtfeuerbake bezeichnet werden.
Auf der Ihna-Bake wird 15m über M-Wss. ein von rw. 200,8° bis rw. 205,8° leuchtendes weißes
Festfeuer brennen.
Lage: 53°32'11,9"N, 14°38'38,4"O.
Sämtliche neuen Feuer sind mit Linsen versehen; die Lichtquelle ist Petroleum.
Die unterbrochenen Feuer der unteren Richtbaken haben 24 Hefnerkerzen Licht- stärke und annähernd 5Sm mt.
Tragweite.
Die geographische Sichtweite für die 8m über M-Wss. brennenden Feuer ist etwa 11Sm.
Die Lichtstärken der Festfeuer auf den oberen Richtbaken betragen annähernd 36 H-K. für die weißen und 9
für das rote Feuer; die entsprechenden mt. Trag- weiten sind 5,5 und 2,5Sm.
Die geographische Sichtweite der 15m über M-Wss. befindlichen Feuer ist ungefähr 13Sm. |
1913
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Königs-Bake (Lfd.Nr.: 525)
Geogr. Lage: 53°31´23´´N 14°38´7´´O
Kennung: Ubr. w. & r. & gn.(Petr.)
Feuerhöhe über Mittelwasser: 15,7 m
Turmhöhe über Erdboden: 16,8 m
Angaben: Schwarzes, hölzernes Gerüst mit Laternenkammer.
Unten eine weiße Bude
"Das Stettiner Haff" (Hydrogr. Amt der Kaiserlichen Marine, Berlin 1881)
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1931
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Befeuerungsänderung; Bake
[NfS. Nr. 681 v. 28. Februar 1931]
A. Fahrwasserbegradigung mittels Durchstich beabsichtigt
Angaben: In der südlichen Verlängerung der Fahrwasserstrecke der Oder zwischen
Cavelwischer Ziegeleigraben und Kratzwieck ist die Herstellung eines Durchstiches durch das Große
Oderbruch von km 57 + 300 bis km 59 + 400 der Seeschiffahrtsstraße Stettin — Swinemünde in
Richtung rw. 198°2´mit rund 90 m Sohlenbreite und etwa 9,6 m Sohlentiefe unter gewöhnlichem wasserstand
beabsichtigt.
Der Durchstich wird im Jahre 1931 von Norden beginnend voraussichtlich etwa zur Hälfte hergestellt werden.
B. ... 2. Königsbake-Unterfeuer beabsichtigt
Geogr. Lage:Ungf. 53°31,4´N, 14°38,1´O
Kennung: Ein weißes Blitzfeuer mit Einzelblitzen.
Feuerhöhe über Wasser: 12,0 m
Sichtweite: 11,9 Sm
Feuerträger: Rote, eiserne, dreieckige Bake mit Galerie und Seelaterne.
Angaben: Das Unterfeuer wird die N-Huk der Insel zwischen dem Schützenwerder- Durchstich und der
Oder bezeichnen und der Schiffahrt zusammen mit einem auf dem im Bau befindlichen Ihna- Unterfeuer geplanten
Leitsektor einen Anhalt für die Befahrung der Königsfahrt geben, die nach Freigabe des
Schützenwerder-Durchstiches Nebenfahrwasser wird. Das Unterfeuer wird dementsprechend von rw. 30°0´
über O bis S bis rw. 264°45´ sichtbar sein. ...
Das Leitfeuer auf der alten, hölzernen Königsbake wird nach der Inbetriebnahme des neuen Unterfeuers
gelöscht, die alte Bake wird abgebrochen.
4. Bauarbeiten
... Die Baustelle der neuen Königsbake liegt unmittelbar neben der alten, hölzernen
Königsbake auf der N-Huk der Insel zwischen dem Schützenwerder-Durchstich und der Oder
(Königsfahrt)
Die Unterbauten sind fertiggestellt. Mit der Aufstellung der eisernen Oberbauten wird begonnen.
Die Inbetriebnahme erfolgt voraussichtlich am 1. Juli 1931.
Königsbake-Uferfeuer beabsichtigt
[NfS. Nr. 3057 v. 29.8.1931]; Frühere NfS.: 681/1931
Geogr. Lage: Ungf. 53°31,4´N, 14°38,1´O
Kennung: Ein weißes Blitzfeuer mit Einzelblitzen
Feuerhöhe über Wasser: 12,0 m
Sichtweite: 11,9 Sm
Feuerträger: Rote, dreieckige, eiserne Bake mit Galerie und Seelaterne
Angaben:
Das Unterfeuer wird die N-Huk der Insel zwischen dem Schützenwerder-Durchstich und der
Oder bezeichnen und der Schiffahrt, zusammen mit einem Leitsektor auf dem Ihna-Unterfeuer, einen Anhalt
für die Befahrung der Königsfahrt geben.
Das Uferfeuer wird dementsprechend von rw. 30° über O und S bis rw. 264°45´ sichtbar sein.
Bis zur Inbetriebnahme des neuen Uferfeuers im Laufe des Monats September 1931 brennt das Leuchtfeuer der alten
Königsbake in der Zwischenzeit als weißes Festfeuer, und zwar über einen Sektor von rw.
118°30´über S bis rw. 228°0´.
Königs-Bake (Lfd.Nr.: 524)
Position:53°31´N, 14°38´O
Kennung: Ubr. w. & r. & gn.
Feuerhöhe über Mittelwasser: 15,7 m
Turmhöhe über Erdboden: 16,8 m
Angaben: Schwarze, hölzerne Bake mit Laternenkammer und Galerie. Unten eine weiße Bude. An der O-Seite der
N-Einfahrt zur Königsfahrt
Unbewachtes Leitfeuer; Die Grenzlinie des weißen und grünen Sektors verläuft N-S und zeigt einkommenden
Schiffen die Stelle an, wo von der Camelsberg-Richtlinie in die Richtlinie Ihna-Bake — Camelsberg (N.)-Unterbake
(Königsfahrtlinie) abzubiegen ist.
Königsbake-Unterfeuer in Betrieb
[NfS. Nr. 3597 v. 10.10.1931];
Frühere NfS.Nr.: 3057/1931
Tag der Inbetriebnahme: 12. Oktober 1931

Geogr. Lage: 53°31´23´´N, 14°38´7´´O
Kennung:Ein weißes Blitzfeuer mit Einzelblitz
Feuerhöhe über Wasser: 12,0 m
Sichtweite: 11,9 Sm
Feuerträger: Rote, dreieckige, eiserne Bake mit Galerie und Seelaterne.
Angaben:
Das Unterfeuer wird die N-Huk der Insel zwischen dem Schützenwerder-Durchstich und der
Oder bezeichnen und der Schiffahrt, zusammen mit einem Leitsektor auf dem Ihna-Unterfeuer, einen Anhalt
für die Befahrung der Königsfahrt geben.
Das Uferfeuer wird dementsprechend von rw. 30° über O und S bis rw. 264°45´ sichtbar sein.
Bis zur Inbetriebnahme des neuen Uferfeuers im Laufe des Monats September 1931 brennt das Leuchtfeuer der alten
Königsbake in der Zwischenzeit als weißes Festfeuer, und zwar über einen Sektor von rw.
118°30´über S bis rw. 228°0´.
Feuer der alten Königsbake wird gelöscht
Frühere NfS.Nr. 3057/1931
Tag der Inbetriebnahme: 12. Oktober 1931
Geogr. Lage: 53°31,4´N, 14°38,1´O
Angaben: Das weiße Feuer wird gelöscht und die Bake abgebrochen. |
1945
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Als Ergebnis des II. Weltkrieges wurde es polnisches Staatsgebiet.
Die Baken wurde umbenannt in:
Zurawy-Ostrów, N-Huk
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