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Außen-Randzel (Fischerbalje)

Geogr. Lage: 53°32´57´´N, 6°43´54´´O.    Standort: Randzel-Plate     In Betrieb seit: 5. Juli 1889    Gelöscht: Dezember 1960




   Südöstlich von Borkum liegt das als "Randzel" bezeichnete Wattengebiet. Im Plan von 1883 zur "Befeuerung der Unterems" war auch die Errichtung von zwei Quermarkenfeuern auf der Randzelplate vorgesehen.

1888 wurden Binnenrandzel und etwas weiter seewärts Außenrandzel eingerichtet. Sie kennzeichneten Kurswechselpunkte im Hauptfahrwasser der Emsmündung.


1889

Beabsichtigte Beleuchtung der Ems
[Nachrichten für Seefahrer Nr. 313 v. 16. Februar 1889]

   Sobald die Witterungs- und Eisverhältnisse es gestatten, soll die Befeuerung der beiden im vorigen Jahre erbauten Leuchtbaken auf der Bank Randzell auf unbestimmte Zeit probeweise in Betrieb gesetzt werden. ...

1. Leuchtbake Fischerbalje

Geogr. Lage: 53°32´59 N, 6°43´42´´O.
   Dieses Feuer wird sich 14 m über Hochwasser befinden und 5 Sm weit sichtbar sein.
In Linie mit dem Leuchtfeuer von Borkum führt dieses Feuer einkommend von der weißen Tonne W 7 ab frei von der Bank Randzell und ungefähr auf die schwarze Tonne W 14 (Binnen Möwesteert) zu.

2. Leuchtbake Binnen Randzell ...

Inbetriebsetzung der Feuer
[NfS. Nr. 1559 v. 3.8.1889]








   Am 5. Juli d. J. sind die in der Ems gelegenen Bakenfeuer Binnen Randzel und Fischerbalje endgültig in Betrieb gesetzt worden. ...
Die Sichtweite beider Feuer beträgt 6 Sm.

Leuchtbake auf dem Randzel (Fischerbalje), 1889
   [Architekturmuseum TU Berlin, Inv.Nr. BZ-F 13,017]

1904

Veränderung der Feuer beabsichtigt
[NfS. Nr. 120 v. 16.1.1904]




   

Die Wasserbauinspektion in Emden hat am 7. Januar d. J. bekannt gemacht, daß das rote und weiße feste Feuer der Außen-Randzel-Bake demnächst durch Aufsetzen einer neuen Laterne in ein weißes und grünes Gruppen-unterbrochenes Feuer voraussichtlich im Januar oder Februar d. J. verändert werden wird. Die neue Laterne erhält eine Linse von 200 m Brennweite; die Höhe der Optik beträgt 600 mm, wodurch die Sichtweite des Feuers bedeutend verstärkt wird. ...
Geogr. Lage: 53°32´57´´N, 6°43´54´´O.



Außen-Randzel-Feuer verändert
[NfS. Nr. 329 v. 20.2.1904]



   

Die Wasserbauinspektion in Emden hat am 15. Februar d. J. bekannt gemacht, daß das feste Feuer der Außen-Randzel-Bake nunmehr durch Aufsetzen einer neuen Laterne umgewandelt, jedoch nicht, wie in der früheren Bekanntmachung angegeben wurde, in ein weißes und grünes Gruppen-unterbrochenes Feuer, sondern in ein weißes und grünes Gruppen-Blinkfeuer verändert worden ist. ...
Die Sichtweite des weißen Blinkfeuers beträgt 11 Sm, die Lichtstärke 250 Hefnerkerzen.

1912

Zeitweilige Löschung
[NfS. Nr. 1691 v. 13.7.1912]

   Das Feuer der Außenrandzelbake in der Ems S-lich von Borkum wird in der Zeit vom 22. bis 26. Juli 1912 in zwei bis 3 Nächten wegen Umbaus der Laterne nicht brennen.
Lage: 53°32´57´´N, 6°43´54´´O.

Laterne umgebaut
[NfS. Nr. 1911 v. 3.8.1912]

   Der Umbau der Laterne des Feuers der Außenrandzelbake ist ausgeführt. Das Feuer brennt wieder ordnungsgemäß.
1914

[Leuchtfeuerverzeichnis Nordsee, 1914]

Nr.: 2418
Außen-Randzel
Geogr. Lage: 53°32´57´´N, 6°43´54´´O
Kennung: Ubr. Grp. w. & gn., Hänge-Glühlicht
Höhe des Feuers über Hochwasser: 14 m
Höhe des Turmes über Erdboden: 14,5 m
Sichtweite: w.9, gn. 6 sm
Angaben: Graues, viereckiges, nach oben sich verjüngendes, eisernes Gerüst mit aufrechtstehendem Gasbehälter, der die Lampe trägt.
Bemerkungen: Der grüne Sektor warnt vor zu großer Annäherung an den Strand von Borkum.

1928

Außenrandzel-Feuer zeitweilig gelöscht
[W-A. Emden 13. Oktober 1928; (NfS. Nr. 3867 v. 20.10.1928]

   Das Feuer ist vom 18. Oktober 1928 ab auf etwa vier Wochen gelöscht.

Außenrandzel-Feuer wieder angezündet
[W-A. Emden 29.11.1928; (NfS. Nr. 4418 v. 1.12.1928]
vgl. NfS. 28 — 3867

Geogr. Lage: Ungf. 53°33´N, 6°44´O.
Angaben:

Das Gerüst der Außenrandzel-Bake ist verstärkt und mit einer Laterne von 3,5 m Durchmesser versehen worden.
Die Höhe des Turmes beträgt jetzt insgesamt rund 18 m über Wasser.
Bis zur Fertigstellung des neuen endgültigen Leitfeuers ist die Bake vorläufig mit einem weißen, unterbrochenen Feuer mit Gruppen von zwei Unterbrechungen ... versehen.
Ölgas-Glühlicht.
Höhe des Feuers über Hochwasser etwa 14,0 m.
Das vorläufige Feuer brennt auf dem äußeren Umgang der Laterne nach dem Randzelgat zu.
Die Sichtweite des Feuers beträgt etwa 5 Sm.

1929

Außenrandzel-Feuer wird umgebaut
[NfS. Nr. 268 v. 19.1.1929.]

Geogr. Lage: 53°32,9´N, 6°43,8´O.
Angaben:

   Der Umbau der Außenrandzel-Bake wird binnen kurzem beendet sein. Der umgebaute Turm, am N-Ende des Watts an der S-Seite der Einfahrt zur Fischerbalje, erhebt sich wie bisher als Gitterkonstruktion auf einem bei halber Tide trockenfallenden Steinkegel und wird durch eine neue Laterne von 3,5 m Durchmesser gekrönt. Der Turmknauf des kegelförmigen Daches liegt etwa 15,0 m über Wasser. Die Feuerhöhe beträgt etwa 14,5 m. Das Bauwerk ist vorerst in seinem unteren Teil grau, oben mit roter Farbe gestrichen. Die geographische Sichtweite des Feuers beträgt etwa 11,5 Sm. Als Lichtquelle wird Flüssiggas zur Verwebndung kommen. Die mittlere Tragweite ist mindestens gleich der Sichtweite des Feuers für alle künftigen weißen und farbigen Lichterscheinungen.
   Der Umbau ist erfolgt, um für das neue Fahrwasser vom Hubertgat unmittelbar ins Randzelgat — die Hubertfahrt — einen Leitsektor zu erhalten, weiterhin auch durch Nebensektoren sonstige Anhalte für die Navigierung zu geben.
   Vorerst wird der Leitsektor mit seinen beiden Warnsektoren eingerichtet, währen das Feuer im übrigen weiß bleibt. Es wird sichtbar sein

      Weiß von etwa rw. 314° über N und O bis rw. 96,5°
      grün (Warnsektor) von etwa rw. 96,5° bis rw. 103,5°
      weiß (Leitsektor) von etwa rw. 103,5° bis rw. 106°
      rot (Warnsektor) von etwa rw. 106° bis rw. 109,5°
      weiß von etwa rw. 109,5° über S bis rw. 216°

   Diese auf volle Grade abgerundeten Peilungen werden nach dem Einführen der Sektoren berichtigt .
Die Kennung des Feuers wird für alle Lichterscheinungen dieselbe sein wie vor Beginn des Umbaus, nämlich ein unterbrochenes Feuer mit Gruppen von zwei Unterbrechungen: Unterbrechung 2,5s, kurzer Schein 2,5s, Unterbrechung 2,5s, langer Schein 6,0s, Wiederkehr 13,5s.
   Das Feuer ist wie bisher unbewacht.
Gleichzeitig mit dem Anzünden des neuen Feuers wird das Ersatzfeuer gelöscht, ebenso wird die Leuchttonne H H endgültig eingezogen und durch eine Spieren tonne mit gleicher Aufschrift ersetzt werden.
   Zeitpunkt der Anzündung werden voraussichtlich die Tage vom 28. bis 30. Januar sein; ein bestimmter Tag läßt sich nicht angeben, da das Wetter für ihn maßgebend ist.



Außenrandzel-Feuer fertiggestellt
[NfS. Nr. 433 v. 26.1.1929.]

Geogr. Lage: 53°32,9´N, 6°43,8´O.
Angaben: Das Feuer ist angezündet.
1940

Nebelsignalstelle eingerichtet
[NfS. Nr. 4195 v. 19.12.1940]

Geogr. Lage: 53°33´N, 6°44´O beim Feuer
Karteneintragung: N-S.
Bei Nebel usw. : Signale mit elektrischem Membransender (Tonhöhe 300)
1950

   Außen-Randzel (Nr. 2436), am W-Rande des Watts, an der S-Seite der Einfahrt zur Fischerbalje





Geogr. Lage: 53°33´N, 6°44´O
Kennung: Ubr. Grp. (2) w. & r. & gn.
Höhe des Feuers über Hochwasser: 14,8 m
Höhe des Turmes über Erdboden: 18 m
Sichtweite: w. 19,5, r. 14,5, gn. 12,5 sm
Angaben: Unten schwarze, oben rote, viereckige, eiserne Gitterbake mit aufrechtstehendem Gasbehälter, der die Lampe trägt.
Bemerkungen: Bei Nebel oder Unsichtigem Wetter: Signale mit elektrischen Membransender (Tonhöhe 300) entsprechend den Morsebuchstaben A R.

1952

Außenrandzel-Feuer gelöscht
[NfS. Nr. 1364 v. 19.4.1952]

Geogr. Lage: 53°32,9´N, 6°43,8´O.
Angaben: Das Feuer ist verlöscht. Wiederanzündung baldmöglichst, ohne weitere Nachricht.

Sektoren des Außenrandzel-Feuers geändert
[NfS. Nr. 1389 v. 26.4.1952]

Mit der Änderung der Betonnung und der Sektoren der genannten Feuer wird das Hubertfahrt-Fahrwasser aufgehoben.
1960

Feuer wird gelöscht
[NfS. Nr. 4842 v. 26.11.1960]

   3.   Außen-Randzel-Feuer wird gelöscht. Nebelschallsender wird beseitigt.
Geogr. Lage: 53°32,9´N, 6°43,8´O.
1961

Außen-Randzel-Feuer gelöscht
[WSA Emden, 2. I. 1961 (1); (NfS. Nr. 108 v. 14.1.1961]
vgl. NfS. 60 — 4842 (P)

b. Außen-Randzel-Feuer gelöscht, Nebelschallsender beseitigt

Geogr. Lage: Ungf. 53°32,9´N, 6°43,8´O.
Angaben: Das Feuer und der Nebelschallsender sind zu streichen.


Neue Bake auf altem Standort Außenrandzel errichtet

Außen-Randzel, Bake errichtet
[WSA Emden, 3. IX. 1961 (36) (NfS. Nr. 3798 v. 9.9.1961]





Geogr. Lage: 53°32´57´´N, 6°43´45´´O, auf der Untiefe.
Karteneintragung: Bk. mit Radarreflektor.
Beschreibung: Rot-weiß-schwarzes Rohr mit schwarzem Balltoppzeichen als Radarreflektor.
Höhe über Wasser: 4,5 m.


Ersetzt wurde die Außenrandzel-Leuchtbake durch das neue Leuchtfeuer Fischerbalje. Die alte Leuchtbake wurde beseitigt.
1991

Bake zerstört
[NfS. 1/91 (WSA Emden 6/91]

Geogr. Lage: Ungf. 53°32,9´N, 6°43,8´O.
Angaben: "zrst." bei der Bake.

Bake zerstört
[NfS. 4/91 (WSA Emden 11/91]

Geogr. Lage: Ungf. 53°32,9´N, 6°43,8´O.
Angaben: "zrst." bei der Bake.
YB-Tonne mit S-Toppzeichen.


Bake geändert
[NfS. 13 v. 28.3.1991 (WSA Emden 37/91]

Bake durch Bake mit BRB und Doppelkugel ersetzt.
2011

Bake ersetzt
[NfS. 46 v. 16.11.2001]

Bake durch YB Tonne mit Südtoppzeichen ersetzt

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