1892
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Erster Wasserstands-Anzeiger errichtet
Errichtung eines Wasserstands-Anzeigers bei Brunshausen
[NfS. No. 1665 v. 6.8.1892]
Nach Mittheilung der "Deputation für Handel und Schiffahrt" zu Hamburg ist an der Westseite der Mündung der
Schwinge, vor dem Zollgebäude bei Brunshausen ein Wasserstands-Anzeiger errichtet worden.
Ausschnitt aus "Die Unterelbe, Hamburg bis Glückstadt", 1876
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1898
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Beschreibung des Wasserstandssignales Brunshausen
[Segel-Handbuch Nordsee, 1898
Wasserstandssignale
werden an der Unter-Elbe allein bei Brunshausen gezeigt, wo an der Westseite der Mündung der Schwinge vor
dem Zollgebäude ein selbstthätiger, dem Hamburgischen Staate gehörender Wasserstandszeiger errichtet ist, um
durch denselbenden Führern elbeaufwärts bestimmter Schiffe den am Pegel zu Brunshausen vorhandenen Wasserstand von
30 zu 30 cm bis zu einer Höhe von 3,3 m über dem mittleren Niedrigwasser in Brunshausen erkennbar zu machen und
über den bei Schulau anzutreffenden Wasserstand zu orientiren. 
Der Wasserstandszeiger besteht aus einem thurmartigen Unterbau, auf welchem der Zeiger- und Lampenapparat in
Eisenkonstruktion angebracht ist. Die Bewegung der Zeiger oder Arme wird durch einen Schwimmer bewirkt, welcher sich mit dem
Steigen und Fallen des Wasserstandes in einem Brunnen bewegt, der bis unter die Niedrigwassergrenze reicht und mit dem
Elbestrom in Verbindung steht. Die die Wasserstandshöhe signalisirenden Arme hängen bei Niedrigwasser
sämmtlich in senkrechter Lage herunter, werden aber mit steigendem Wasser nacheinander bis zur wagerechten Stellung
gehoben, um bei fallendem Wasser wieder nacheinander herunterzuklappen.
Die Signale erscheinen, wie folgt:
Wenn der Brunshausener Pegel, welcher unverändert geblieben ist, einen Wasserstand von 1,2 m über
mittlerem Niedrigwasser zeigt, so wird der oberste am Gerüst des Wasserstandsanzeigers vorhandene Arm wagerecht stehen
und der zweite angefangen haben, sich etwas aus der hängenden Ruhelage zu heben. Steht der zweite Arm wagerecht, so sind
30 cm mehr gleich 1,50 m über Niedrigwasser vorhanden u.s.w., so daß jeder weitere Arm, welcher waagerecht steht,
eine Zunahme von 30 cm markiert, bis mit dem Wagerechtstellen aller acht vorhandenen Arme 3,3 m über Niedrigwasser
markiert sein wird.
Während der Dunkelheit sind statt der Arme abwechselnd roth- und orangefarbene Lichter in der Weise sichtbar, daß
ein Licht für einen Arm, zwei Lichter für zwei Arme u.s.w. bis zum achten Licht für den achten Arm gelten. Bei
Niedrigwasser sind die Lichter des Nachts abgeblendet.
Wird der Wasserstandsanzeiger gebrauchsunfähig, so wird dies bei Tage durch eine rothe Flagge, welche an einem
Flaggenstock an der Galerie des Unterbaues aufgezogen wird, kenntlich gemacht. Während der Dunkelheit tritt an die
Stelle der rothen Flagge ein rothes Licht.
Brunshausen-Feuer
[Segel-Handbuch Nordsee, 1898]
Brunshausen-Feuer
brennt auf dem Thurm des Hamburger Wasserstands-Anzeigers nördlich der Mündung der Schwinge. Es ist ein
weißes, festes Feuer, 14,8 m über Hochwasser und 9 Sm weit über einen Bogen von 173° vom Westufer der
Elbe ab sichtbar.
Zwischen den Peilungen 307° (NW¾W) und 314° (NW1/8W) ist es verdunkelt. Letztere Peilung liegt etwa 80 m
südlich von dem am nächsten an sie heranreichenden Ende des Stacks an dem Theil des Juls-Sandes, welcher zwischen
dem Bauernhause und der Leuchtbake liegt; erstere Peilung verbindet Juls-Sand- und Brunshausen-Leuchtfeuer.
"Übersichtskarte der Elbe ...", Hamburg 1893
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1899
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Zeitweilige Außerbetriebsetzung
[NfS. No. 2677 v. 7.10.1899]
Nach Mittheilung der "Deputation für Handel und Schiffahrt" zu Hamburg vom 28. September d.J. wird der
Wasserstandsanzeiger bei Brunshausen wegen vorzunehmender Arbeiten bis auf Weiteres außer Betrieb gesetzt.
Während der Zeitdauer der Außerbetriebsetzung wird bei Tage an einem Flaggenstock an der Galerie des Unterbaus
eine rothe Flagge geheißt, an deren Stelle bei Nacht ein rothes Licht gezeigt wird.
Wiederinbetriebsetzung
[NfS. No. 2972 v. 4.11.1899]
Nach Mittheilung der "Deputation für Handel und Schiffahrt" zu Hamburg vom 23. Oktober d. J. ist der
Wasserstandsanzeiger von Brunshausen am folgenden Tage wieder in Betrieb gesetzt worden.
Derselbe macht hinfort den Wasserstand von 0,50 zu 0,50 m in der Weise erkennbar, daß der oberste Arm am Gerüst
des Wasserstandszeigers wagerecht steht, wenn das Wasser bis zu 0,50 m über mittleres Niedrigwasser bei
Brunshausen gestiegen ist. Jeder weitere wagerecht stehende Arm wird das Steigen des Wassers um 0,50 m mehr anzeigen,
bis mit dem Wagerechtstehen aller acht Arme ein Wasserstand von 4 m über Mittelniedrigwasser erreicht ist.
Während der Dunkelheit sind statt der Arme abwechselnd rothe und orangefarbige Lichter sichtbar.
Wird der Wasserstandsanzeiger gebrauchsunfähig, so wird dies auch in Zukunft bei Tage durch eine rothe Flagge, welche an
einem Flaggenstock an der Gallerie des Unterbaues aufgezogen wird, kenntlich gemacht. Während der Dunkelheit tritt an
die Stelle der rothen Flagge ein rothes Licht. |
1902
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Brunshausen-Feuer
[Segel-Handbuch für die Nordsee, 1902]
brennt auf dem Thurm des Hamburger Wasserstands-Anzeigers nördlich der Mündung der Schwinge. Es ist ein
weißes, festes Feuer und über einen Bogen von 173° vom Westufer der Elbe ab sichtbar.
Ueber einen Stacks an der Nordseite der Elbe gegenüber von Juls Sand ist das Feuer verdunkelt. |
1914
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Brunshausen (No. 975), bei diesem Orte an der Schwinge-Mündung
Geogr. Lage: 53°37´51´´N, 9°31´45´´O
Kennung: F.w. & gn. & r. (Petr.)
Feuerhöhe über Hochwasser: 14,8 m
Höhe des Turmes über Erdboden: 25 m
Sichtweite: 9/6/4 Sm
Angaben: Turm, oben grünlich, unten aus Backsteinen mit einem
hellgrünen, eisernen Gerüst für Wasserstandssignale.
Bemerkungen:
Untersteht dem Hamburger Staat.
[P.R. Grübeler " Bezeichnung des Elbfahrwassers", 1914] Bezeichnung des Elbfahrwassers
"... Außer den Seezeichen, die bei Tage wie bei Nacht die Fahrwassergrenzen bezeichnen, sind, um den
Schiffen die jeweilige Höhe des Wasserstandes anzuzeigen, an verschiedenen Stellen besondere Bauwerke errichtet. Die in
den Häfen vorhandenen Rollbandpegel werden bei Nacht erleuchtet und gestatten, die Höhe des Wasserspiegels
über Hamburger Null unmittelbar in Zahlen abzulesen.
Auf der Elbe hingegen, wo eine größere Sichtweite erforderlich ist, sind Wasserstandsanzeiger erbaut, bei denen
bei Tage entweder aus der Stellung eines drehbaren Zeigers, wie in Cuxhaven oder aus der Zahl waagerecht gestellter
Flügel, wie in Brunshausen, der Wasserstand festgestellt werden kann. Nachts zeigt hier jeder gehobene Flügel
abwechselnd ein rotes oder ein orangefarbenes Licht, während dort die Stellung des Zeigers durch ein rotes und ein
weißes Licht kenntlich gemacht ist.
Beide Zeigerwerke sind für einen Höhenunterschied des Wasserspiegels von 4 m eingerichtet."
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1919
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Änderung des Wasserstandsanzeigers
[NfS. Nr. 788 v. 22.3.1919]
Die Arme des Wasserstandsanzeigers bei Brunshausen sind um 30 cm höher gelegt worden. Der erste Arm nimmt jetzt
eine waagerechte Lage ein, wenn die Wasseroberfläche auf 3 m über Hamburger Null liegt; der zweite Arm
folgt, wie es früher auch der Fall war, nachdem das Wasser um 0,50 m gestiegen ist u.s.w.
Auch die Lichtsignale nachts bleiben dieselben.
Ungf. Lage: 53°38´N, 9°31´O.
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1922
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[Segel-Handbuch Nordsee, 1922]
Sturmwarnsignale, Wasserstandssignale bei Brunshausen
Der Sturmsignalmast steht vor dem Fährhaus, der Wasserstandsanzeigers an der Westseite der Schwinge vor dem
Zollgebäude.
Quelle: Verkehrswasserbauliche Zentralbibliothek, BildNr.: HB 17529
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1928
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Namenänderung
[NfS. Nr. 3746 v. 13.10.1928]
Geogr. Lage: Ungf. 53°38´N, 9°32´O
Der zur Stadtgemeinde Stade gehörige Hafen Brunshausen führt fortan die Bezeichnung
"Hafen Stade-Brunshausen"
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1930
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Quelle: Verkehrswasserbauliche Zentralbibliothek, BildNr.: HB 17528
Pegelturm wird beseitigt
Abbruch des alten Pegelturms
[NfS. Nr. 3321 v. 30.8.1930
Geogr. Lage: 53°37´52´´N, 9°31´51´´O
Angaben: Der außer Betrieb befindliche Pegelturm an der Einfahrt in die Schwinge wird zur Zeit
abgebrochen. Die Abbruchstelle wird durch eine Stange mit einem schwarzen Kegel als Toppzeichen bezeichnet.
Das an dem Pegelturm angebrachte Feuer ist gelöscht. Die Abbruchsstelle ist nachts unbeleuchtet.
Über die Errichtung eines neuen Pegelturms am Kopf der im Bau befindlichen neuen Hafenmauer ergeht eine besondere
Nachricht. |
1936
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Sturmwarnungsstelle umbenannt
[NfS. Nr. 1627 v. 25.4.1936]
Geogr. Lage: Ungf. 53°38´N, 9°31´O
Angaben: Die bisherige Sturmwarnungsstelle Brunshausen ist umbenannt in:
"Sturmwarnungsstelle Stadersand"
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1942
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"Die Elbe von Brunshausen bis Tinsdal" 1933 (ber.-1942)
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1949
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[Nordsee-Handbuch, östl. Teil, 1949]
Sturmwarnungsstelle und Wasserstandsanzeiger bei Stadersand
Der weiße Sturmsignalmast steht vor dem Zollgebäude, der Wasserstandsanzeiger auf dem Leuchtturm.
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1991
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Neuer Wasserstandsanzeiger errichtet
Neuer Wasserstandsanzeiger fertiggestellt
[WSA Hamburg 71/91 (NfS. 36 v. 6.9.1991]
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2009
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2009 standen noch Reste der ehemaligen Signalstation des Schiffsmeldedienstes unweit vom Unterfeuer
Bützflethersand
Foto: G.Liedtke 2009
Pegelanzeige Stadersand verlöscht
[BfS. (T)63/09 v. WSA Hamburg, 16.09.2009]
Die optische Anzeige des Pegels Stadersand ist aufgrund eines technischen Fehlers bis auf weiteres verlöscht. |
2010
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Pegelanzeige Stadersand instand gesetzt
[BfS. (T)11/10 v. WSA Hamburg, 16.02.2010]

Die optische Anzeige des Pegels Stadersand wurde repariert und ist wieder voll funktionsfähig.
Foto: G.Liedtke 2013
Pegelanzeige Stadersand verlöscht
[BfS. (T)79/10 v. WSA Hamburg, 14.10.2010]
Die optische Anzeige des Pegels Stadersand ist verlöscht. |
2018
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Pegelanzeige Stadersand für ständig außer Betrieb genommen
Optische Anzeige des Pegel Stadersand außer Betrieb
[BfS. 2/18 WSA Hamburg, 06.02.2018] © elwis
Frühere BfS.: (T)79/10 vom 14.10.2010
Geogr. Lage: Schwingemündung
Gültig von: 06.02.2018
Gültig bis: 05.03.2018
Angaben:
Die aus der BfS. (T)79/10 vom 14.10.2010 verlöscht gemeldete optische Anzeige des Pegels Stadersand
wird nicht wieder in Betrieb genommen.
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