Nordsee > Nordfriesische Inseln > Sylt
Geogr. Lage: 54°45´35´´N 8°17´25´´O
Standort: S-lichen Landspitze
In Betrieb seit: 1907 Gelöscht: 1995
Beseitigt: 2013/2014
1907 |
Neue Feuer geplant
Im Laufe des Jahres 1907 werden an der Westküste von Schleswig-Holstein folgende Feuer in Betrieb gesetzt werden:
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1914 |
Hörnum Odde (S.), Unterfeuer (624) Geogr. Lage: 54°45´35´´N 8°17´25´´O Kennung: F. w. & r. & gn.(Elektr. Glühlicht) darunter: F., (Hilfsfeuer, El. Glühlicht) Sichtweite: 12/7/6 Sm Feuerhöhe über Hochwasser: 14 m Turmhöhe über Erdboden: 12 m Angaben: Rotes, schmiedeeisernes Gerüst, Laterne und schmiedeeisernes Geländer der oberen Plattform hellgrau. Soll hellziegelroten Anstrich erhalten. Auf einer etwa 4 m hohen Vordüne auf dieser Landspitze, 1450 m rw. 193,5° vom Oberfeuer. ![]() Quelle: Architekturmuseum TU Berlin, Inv. Nr. BZ-I 22,067 Bemerkungen: Sichtbar über den ganzen Horizont, soweit es nicht nach N durch hohe Dünen verdeckt wird.Unbewacht. Das Feuer wird vom Wärterpersonal des Oberfeuers durch Kontroll- und Signalapparate während der Brennzeit beaufsichtigt. Richtfeuer für die Einfahrt zum Vortrapp-Tief; führen, in Linie in rw. 13,5°, ziemlich nahe längs des Jungnamensandes; während der Fahrt durch den grünen Sektor des Quermarkenfeuers Amrum ist deshalb der durch die Hörnum-Richtfeuer gegebene Kurs scharf innezuhalten. |
1922 |
Nordsee-Handbuch östlicher Teil, 1922, S.214 |
1925 |
Farbanstrich wird geändert
Das eiserne Gerüst und die Laterne des Unterfeuers Hörnum-Odde auf ungf. 54°45´N, 8°17´O
sollen in nächster Zeit schwarz angestrichen werden, um als Landmarke in den weißen Dünen besser erkannt
werden zu können. |
1939 |
![]() Im Laufe der Jahre versandete das Gittergestell durch neue Dünenbildung immer mehr. Auf dem Bild sind bereits 2 Etagen im Sande verschwunden. Deshalb war man gezwungen, ein neues Unterfeuer zu errichten. Bereits 1941 war der gesamte Turm unter der Düne vergraben. |
1940 |
Feuerträger erneuert
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1950 |
Unterfeuer Hörnum Odde (Nr. 621) Geogr. Lage: Ungf. 54°45´N, 8°17´O Kennung: F. w. & r. & gn. Höhe des Feuers über Hochwasser: 14 m Höhe des Turmes über Erdboden: 6,8 m Tragweite: 32 sm Angaben: Roter, runder, massiver Turm mit weißem, waagerechten Streifen und Kegeldach. |
1959 |
Befeuerung wird verändert
Zeit der Ausführung: Etwa 10. Juni; ohne weitere Nachricht |
1978 |
Hörnum-Unterfeuer ztwl. versetzt
Neue geogr. Lage: 54°44´51´´N 8°17´27´´O |
1979 |
Die ständigen Sturmfluten mit ihrer Zerstörungskraft rissen jedesmal ein größeres Stück der Dünenkante fort, im Herbst 1978 waren es an einigen Stellen der Hörnum-Odde über 20 Meter. Somit rückte die Küstenlinie immer näher an das Unterfeuer heran, bevor der ganze Turm im März 1979 auf den Strand herabstürzte. Gleichzeitig kam aber auch das alte, inzwischen versandete und vergessene Gittertürmchen von 1907 wieder an das Tageslicht. Doch die Natur hat inzwischen alles wieder vergraben. Der ehemalige Standort der alten Unterfeuer liegt heute ungefähr 400 m seeseitig der Küstenlinie. ![]() |
1980 |
Neuer Feuerträger Hörnum-Odde errichtet
Hörnum-Unterfeuer versetzt und geändert
Neue geogr. Lage: 54°44´51´´N 8°17´27´´E |
1988 |
Quermarkenfeuer Hörnum-Odde gelöscht
Alle Angaben sind zu streichen. |
1992 |
Unterfeuer Hörnum, roter runder Turm mit weißem Band und roter Laterne Geogr. Lage: Ungf. 54°45´N, 8°17´E Kennung: Glt. 8 s. Höhe über Wasser: 20 m Höhe über Erdboden: 11 m Angaben: Richtfeuer-Linie 12,5° |
1993 |
![]() Unterfeuer Hörnum (B 1732) Position: 54°44,8´N, 8°17,4´O Kennung: Iso W 8 s Höhe über Wasser: 20 m Höhe über Erdboden: 7 m Tragweite: 14 sm Angaben: Roter, runder Turm mit weißem Band. |
1995 |
Richtfeuerlinie gelöscht
Aufhebung der Richtfeuer
Streiche:
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2002 |
Seit 2002 überwacht das Helmholtz-Zentrum Geesthacht auf dem ehemaligem Unterfeuer Hörnum-Odde mit dem radargestützten Wellenbeobachtungssystem WaMoS II die geologische Entwicklung der Küste an der sich ständig verändernden Sylter Südspitze. ![]() |
2013 |
Feuerträger des gelöschten Quermarkenfeuers beseitigt
Die ständigen Sandverluste an der Hörnumer Odde, zuletzt durch "Orkan Christian", waren die Ursache für den schnellen Abbau des ehemaligen Leuchtfeuerträgers Unterfeuer Hörnum durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Tönning am 7.November 2013
Quelle: "Sylter Rundschau" v. 7.11.2013 ⇒ "Sylter Nachrichten" v. 7.11.2013 |
2014 |
Unbel. Leuchtfeuer Hörnum Odde wurde abgebaut
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⇒ Ehemaliges Leuchtfeuer Hörnum-Odde soll wieder aufgestellt werden ⇒ Ehemaliges Leuchtfeuer
Hörnum-Odde steht wieder |