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Leitfeuergebäude Holnis, Oktober 1896, (Architekturmuseum der TU Berlin, Inv.-Br. BZ-I 08,094)

Alter Leuchtturm Holnis

Geogr. Lage: 54°52´N, 9°35´O    Standort: Schausende     Errichtet: 1896    Niedergelegt: 1967




1896

Beabsichtigte Anzündung von Leuchtfeuern in der Flensburger Föhrde
[Nachrichten für Seefahrer No. 1576 v. 4. Juli 1896 ]

   Nach Mittheilung des Königlichen Bauraths Jensen zu Flensburg befinden sich in der Flensburger Föhrde folgende Leuchtfeuer im Bau:

Bei Holnis in etwa 54°51,8´N und 9°34,6´O ein Leuchtthurm, auf welchem etwa 20 m über Mittelwasser ein Linsen-Leuchtapparat 5. Ordnung aufgestellt wird. Dieses Feuer wird theils nach der Außenföhrde und theils nach der Innenföhrde ... sichtbar sein
Die Sichtweite nach der Außenföhrde wird 12 Sm betragen.



Bemerkung über das beabsichtigte Leitfeuer von Holnis
[NfS. No. 1846 v. 1.8.1896 ]; vgl. No. 1576

   Nach Mittheilung der Königlichen Wasserbau-Inspektion zu Flensburg werden in der Zeit vom 28. Juli bis zum 8. August d.J. Beleuchtungsproben mit dem bei Holnis beabsichtigten Leitfeuer angestellt werden.

Beleuchtungsproben mit den Leitfeuern in der Flensburger Förde
[NfS. No. 2504 v. 10.10.1896 ]



   Nach Mittheilung der Königlichen Wasserbau-Inspektion zu Flensburg werden in der Zeit vom 8. bis 18. Oktober d.J. Beleuchtungsproben mit den Leitfeuern Holnis, Schottsbüll, Laagmai und Rinkenis in der Flensburger Förde angestellt werden.

Leuchtfeuer Holnis in Betrieb genommen

Anzündung der Leitfeuer und Richtungsfeuer zu Holnis, Schottsbüll, Laagmai und Rinkenis in der Flensburger Förde
[NfS. No. 2698 v. 24.10.1896 ]

   Nach Mittheilung der Königlichen Wasserbau-Inspektion zu Flensburg vom 20. Oktober d.J. sind die Leit- und Richtungsfeuer zu Holnis, Schottsbüll, Laagmai und Rinkenis in der Flensburger Förde angezündet worden. Die Thürmchen der unteren Feuer und die eisernen Masten der oberen Feuer sind weiß und dienen zugleich als Tagesmarken.
1897

Geographische Lage der neuerrichteten Leuchtfeuer
[NfS. No. 2632 v. 9.10.1897 ]

   Die neuerrichteten Leuchtfeuer in der Flensburger Föhrde befinden sich in:

Holnis-Leuchtthurm:
   54°51´49,3´´N 9°34´38,4´´O.

Vertonung aus: "Flensburger Föhrde" von 1910

1910

Anzündung des Holnis-Unterfeuers
[NfS. Nr. 76 v. 15.1.1910]

   1. Das zur vorläufigen Bezeichnung der Einfahrt von N in die tiefe Rinne zwischen Holnis und Rinkenis bestimmte Holnis-Unterfeuer wird am 18. Januar 1910 angezündet werden.
Es ist ein rotes Festfeuer, das 7 m über Mittelwasser in einer Lokomotivlaterne mit Petroleumrundbrenner und Parabolspiegel brennt, die an einem hölzernen Mast gehißt wird. Der Mast steht 240 m rw. 10,5° (mw. NzO7/8O) von dem Holnis-Hauptfeuer (Oberfeuer). Die Deckpeilung des neuen Feuers mit diesem Feuer rw. 190,5° (mw. SzW7/8W) bezeichnet die oben genannte Einfahrt.
   Lage des Holnis-Unterfeuers: 54°51´57,5´´N, 9°34´41´´O.
1919

Änderung des Feuers
[NfS. Nr. 1086 v. 19.4.1919]

   Das rote Festfeuer des Unterfeuers Holnis in der Flensburger Förde wird bisauf weiteres nur auf Anforderung gezeigt. Die Anforderungen sind zu richten an den Leuchtfeuerwärter in Schausende durch Fernsprecher Glücksburg 48.    Ungf. Lage: 54°52´N 9°35´O.
1921

   Nach Beendigung des I. Weltkrieges wird mit dem Vertrag von 1921 die Grenzfestlegung zu Dänemark neu geregelt.
Im Ergebnis wird die Seegrenze an Land mit Grenzbaken markiert.

Der Leuchtturm Holnis wird gleichzeitig die zugehörige Oberbake der

Grenz-Richtbaken-Linie 4 und
Grenz-Richtbaken-Linie 9

   Dafür erhielt der Holnis-Leuchtturm auf seiner O- und W-Seite je einen etwa 1 m breiten, senkrechten weißen Streifen erhalten. Diese Streifen dienten zur besseren Bezeichnung der Grenzrichtlinien.

1924

Sturmwarnungsstelle aufgehoben
[NfS. Nr. 158 v. 19.1.1924]

   Holnis auf ungf. 54°53´N, 9°37´O ist seit dem 1. Januar 1923 aufgehoben. Der Sturmsignalmast wird voraussichtlich im Frühjahr 1924 niedergelegt. Nachricht darüber folgt.
1931

   Holnis ( Nr. 44)



Position: 54°52´N 9°35´O
Kennung: F. w. & r. & gn. & Blz. Blz.Grp. (Flüssiggas)
Höhe: des Feuers über Mittelwasser 20 m
Höhe des Turmes über Erdboden: 12,7 m

Angaben: Gelber, viereckiger Turm aus Backsteinen.
Für den Zweck der Grenzbezeichnung auf den beiden in Frage kommenden Flächen mit je einem 1 m breiten weißen Streifen versehen.

1964
   Sein Bauwerk und seine Leuchtfeuereinrichtungen genügten nicht mehr den Anforderungen für eine Elektrifizierung. Man enschloss sich deshalb im Jahre 1964 einen neuen Leuchtturm Holnis in unmittelbarer Nähe zu errichten.
1967

Holnis-Feuer wird versetzt und geändert
[WSA Kiel, 22. III. 1967 (57); (NfS. Nr. 1217 v. 8.4.1967)]

Zeit der Ausführung: Demnächst

Neue geogr. Lage: 54°51´44,7´´N, 9°34´29,0´´O.
Kennung: F. w. & r. & gn. & Blz. & Blz. Grp. (4).
Feuerhöhe über Wasser: 32 m.
Feuerträger: 26,8 m hoher, rot-weiß waagerecht gestreifter Turm mit Galerie.

1980
Den alten, gelben Turm zertrümmerte 1980 die Abrissbirne.






Neuer Leuchtturm Holnis

Geogr. Lage: 54°51´44,7´´N, 9°34´29,0´´O    Standort: Schausende    In Betrieb seit: Mai 1967




1963

Neuer Leuchtturm im Bau
[NfS. Nr. 4571 v. 2.11.1963]

Geogr. Lage: Ungf. 54°51,8´N, 9°34,5´O
Karteneintragung: Tm. (im Bau)
Beschreibung: Runder Turm.
1964

Neuer Leuchtturm errichtet
(WSA Kiel, 26. VIII. 1964 (190);
(NfS. Nr. 3632 v. 5.9.1964)]

Geogr. Lage: Ungf. 54°51,8´N, 9°34,5´O, etwa 20 m S-lich vom Holnis-Feuer.
Beschreibung: Rot-weiß waagerecht gestreifter, runder Turm mit Galerie.
Angaben: Der Vermerk (in Bau) ist zu streichen. Auf diesen Turm wird später das Holnis-Feuer versetzt.
1967

Holnis-Feuer versetzt und geändert
[WSA Kiel, 11. V. 1967 (88);
(NfS. Nr. 1217+1800 v. 13.5.1967)]







Neue geogr. Lage: 54°51´44,7´´N, 9°34´29,0´´O.
Karteneintragung: F. w. & r. & gn. & Blz. & Blz. Grp. (4) 16/11/10 sm.
Feuerhöhe über Wasser: 32 m.
Feuerträger: 26,8 m hoher, rot-weiß waagerecht gestreifter Turm mit Galerie.
1980

   Holnis (C 1134)

Position: 54°52´N, 9°34´E
Kennung: F. w/r/gn + Blz.-3s + Blz.(4)-15s
Nenn-TW: 13/10/9 sm
Höhe: 32 m

Angaben: Rot-weißer waagerecht gestreifter Turm mit Galerie (26 m), auf der Halbinsel Schausende.

2010

   Holnis (C 1134)






Position: 54°52´N, 9°34´E
Kennung: Iso. WRG. 6 s
Nenn-TW: 13/10/11 M
Höhe über Wasser: 32 m
Höhe über Erdboden: 26 m
Angaben: Rot-weißer waagerecht gestreifter Turm mit Galerie.







Jachthafen Schausende

Geogr. Lage: 54°51´N, 9°34´O    Standort: Jachthafen Schausende
    In Betrieb seit: 1978




1978

Richtfeuer angezündet
[NfS. Nr. 573 v. 11.2.1978]

Geogr. Lage:

a) 54°51´31´´N, 9°34´19´´E, Unterfeuer
b) 54°51´30´´N, 9°34´21´´E, Oberfeuer

Karteneintragung: jeweils F.
Feuerhöhe über Wasser: zu a) 4 m, zu b) 6 m.
Tragweite: jeweils 6 sm
Feuerträger: zu a) 3 m hoher, zu b) 5 m hoher Doppelmast mit oberem Querträger.
Angaben: Die Feuer sind in 121° in Linie und brennen in der Richtlinie lichtstark.







Holnishaken-Bake

Geogr. Lage: 54°52,61´N 009°36,81´E    Standort: Holnishaken     Errichtet: ?    Zerstört: 2002




2002

Bake zerstört
[NfS. 2 v. 11.1.2002]

Füge hinzu:

"zrst." bei der Bake auf 54°52,61´N 009°36,81´E

2004

Bake zerstört
[NfS. 2 v. 14.1.2005; WSA Lübeck 115/04]

Füge hinzu:

"zrst." bei der Bake auf 54°52,61´N 009°36,81´E
(2/02-T (16) 26 Wiederholung


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