Swinemünde bis Stettin > Kaiserfahrt

Kaiserfahrt, O- und W-Haffmolen

Geogr. Lage: 53°49´N 14°21´O    Standort: Molen der Kaiserfahrt    
Errichtet: Hölzerne Haffmolenbaken: < 1899; Kaiserfahrt-Torfeuer: 15. Oktober 1931




   Zu Ende des 19. Jahrhunderts, vor Vertiefung der Schiffahrtsstraße auf 7 m, war der Stettiner Hafen für Schiffe von etwa 5 m Tiefgang erreichbar. Die Wassertiefe im Großen Haff betrug von Natur aus rund 6 m. Es bestand also damals im Haff keine eigentliche Fahrrinne. Die Fahrt durch das Haff war eine reine Kursfahrt mit Hilfe des Kompasses.
   Zur Bezeichnung der beiden Enden des Haffs, der Kaiserfahrt und des Papenwassers, lagen zwei Feuerschiffe, das Feuerschiff "Kaiserfahrt" und das Feuerschiff "Swantewitz", letzteres in der Nähe der heutigen, Anfang des 20. Jahrhunderts künstlich geschaffenen Insel Leitholm, aus .


   Am 20. August 1880 wurde die sogenannte "Kaiserfahrt" (zunächst genannt: Caseburger Durchstich), der Durchstich des südöstlichen Teiles der Insel Usedom, vom Haff nach der Swine, als ein Teil der Seeschiffahrtsstraße Stettin — Swinemünde für den öffentlichen Schiffsverkehr eröffnet und damit eine wesentliche Abkürzung und Verbesserung, besonders für die Segelschiffahrt, des Seeweges nach Stettin erzielt.
   1874 wurde mit den Abholzungsarbeiten in der zu durchquerenden Friedrichsthaler Forst begonnen.
1875 wurden die Erdarbeiten begonnen und 1880, nach fünfjähriger Bauzeit mit einem Kostenaufwand von 3 1/2 Millionen Mark, war der rd. 7 km lange Durchstich mit 5,7 m Wassertiefe bei gewöhnlichem Wasserstand und 92 m Wasserspiegelbreite fertiggestellt. Auf rund 2 km Länge wurde er durch Molen gegen Versandung aus dem Haff geschützt.


"Das Stettiner Haff" 1878; Hydr. Amt der Kaiserlichen Marine, Berlin 1881

   Im Laufe der Jahre ist die "Kaiserfahrt" dann auf 180 m Wasserspiegelbreite gebracht und auf 9,0 m vertieft worden.
Die rund 66 km lange Schiffahrtsstraße von der Ostsee bis Stettin hat damit eine 31 km lange Strecke erhalten, bestehend aus der "Kaiserfahrt" der "Haffrinne" und dem 1928 fertiggestellten Papenwasser-Durchstich.
Die Gerade wird an beiden Enden durch je ein Richtfeuer (das Caseburger und das Gnageland-Richtfeuer) und auf der Strecke durch eine Kette von vier Torfeuern (Kaiserfahrt-Torfeuer, Hafftorfeuer-Nord, Hafftorfeuer-Süd und Papenwasser-Torfeuer) bezeichnet.

   Somit hat die Kaiserfahrt und die anderen Einrichtungen mit dazu beigetragen, Stettin zum damaligen Zeitpunkt, zum bedeutendsten Hafen an der deutschen Ostseeküste zu machen.


1862
Östlich von den Haffmolen der Kaiserfahrt wurde im Jahre 1862 das Feuerschiff Woitzig ausgelegt.
1888

Errichtung von Baken und Bakenfeuern
[NfS. Nr. 1463 v. 10.08.1888]

   Die Köpfe der Haffmolen der Kaiserfahrt (Swinemünde-Haff-Kanal) haben an Stelle der bisherigen Stangen mit Toppzeichen 13,1m hohe Baken erhalten, welche auf einem 1m über Mittelwasser hohen gemauerten Sockel stehen.
Diejenige auf dem Ostmolenkopf hat vom Feuerschiff "Kaiserfahrt" aus die Form eines aufrechtstehenden Rechtecks, welches 3,5m über dem Sockel beginnt, eine Breite von 3,75m und eine Höhe von 5,35m hat; über diesem Rechteck, 1,1m davon entfernt, befindet sich ein Dreieck von 2,5m Höhe.
Von den Seiten aus gesehen erscheint diese Bake jedoch wie ein 1m über dem Sockel beginnendes Dreieck von 4,5m Grundlinie und 4,5m Höhe und darüber ein Dreieck von 2,5m Höhe.   Die Bake auf dem Westmolenkopf hat vom Feuerschiff "Kaiserfahrt" aus die Form eines aufrechtstehenden Rechtecks, welches 3,5m über dem Sockel beginnt, eine Breite von 3,75m und eine Höhe von 5,35m hat; über diesem Rechteck, 1,1m davon entfernt, befindet sich ein zweites Rechteck von 3,75m Breite und 2,5m Höhe. Von den Seiten aus gesehen erscheint diese Bake jedoch wie ein 1m über dem Sockel beginnendes Dreieck von 4,5m Grundlinie und 4,5m Höhe und darüber ein Rechteck von 3,75m Breite und 2,5m Höhe.
In der Achse der Kaiserfahrt, ca 6km von den Haffmolenköpfen entfernt, stehen zwei Leuchtbaken, 200m hinter einander, welche in 11 bezw. 16m Höhe über Mittelwasser je ein weißes festes Feuer führen. Beide Feuer sind vom Feuerschiff "Kaiserfahrt" aus sichtbar und kennzeichnen die Einfahrt zwischen die Haffmolen.
Ungef. geogr. Lage: 53°51,2' N-Br., 14°17,2' O-Lg.
   Diese Feuer brennen, solange die Schiffahrt offen ist. Die beiden Baken, welche die Einfahrt in die Kaiserfahrt von der Swine aus bezeichnen, haben zur leichteren Auffindung je ein 3m breites und 2m hohes Lattenschild erhalten, und zwar die vordere rothe Bake unter dem bisherigen dreieckigen Toppzeichen ein dreieckiges und die hintere weiße Bake unter dem bisherigen rechteckigen Toppzeichen noch ein rechteckiges Lattenschild.
1899
   Auf den Südenden der Molen der Kaiserfahrt steht je eine auf der Haffseite weiß, auf der Landseite roth gestrichene,
13,1 m hohe Bake
1902

Kaiserfahrt-Baken umgebaut
[NfS. No. 2166 v. 08. November 1902 ]

   Die Hafenbauinspektion in Swinemünde hat am 27. Oktober d.J. mitgetheilt, daß in der ersten Hälfte des November d.J. die auf den Köpfen der Kaiserfahrt-Molen im Großen Stettiner Haff vorhandenen Baken durch neue, 14 m hohe in Fachwerk erbaute und mit je einer eisernen Spiere versehene hölzerne Baken ersetzt werden. Jede Spiere trägt das bereits vorhandene Leitfeuer in 22 m Höhe über Mittelwasser und ein rundes Toppzeichen von 3 m Durchmesser.
   Während der Dauer des Umbaues jeder Bake wird das Leitfeuer provisorisch an dem Baugerüste in geringerer Höhe brennen.
Ungef. geogr. Lage: 53°48,5´N-Br., 14°20,5´O-Lg.
1903

Feuerschiff "Kaiserfahrt" eingezogen,
Neues Leitfeuer angezündet
[NfS. No. 837 v. 25. April 1903 ]

   Nach Mitteilung der Wasserbauinspektion in Stettin vom 9. April d.J. ist an Stelle des bisherigen Feuerschiffes "Kaiserfahrt", welches nicht wieder ausgelegt worden ist, auf der Bake des W-lichen Haffmolenkopfes 14,0 m über dem Wasserspiegel ein weißes festes ringsum 5 Sm weit sichtbares Feuer mit zwei roten Sektoren angezündet worden. Durch den W-lichen Sektor werden die Richtungen: Haffmolenkopf -- Feuerschiff "Woitzig" bezw. der SW-liche Rand des Woitziger Hakens, durch den O-lichen Sektor die Richtungen: Haffmolenkopf -- Einfahrt in die Dievenow auf dem Wolliner Schaar bezw. der S-Rand des Krickser Hakens begrenzt.
   Das Nebelsignal des bisherigen Feuerschiffes "Kaiserfahrt" ist durch ein auf der Bake des O-lichen Haffmolenkopfes angebrachtes Läutewerk ersetzt worden, durch das alle 20 sek ein Ton abgegeben wird.
1906

W-Haffmolenbake beschädigt
[NfS. Nr. 1893 v. 25. August 1906]

   Die obere Laterne auf der W-lichen Haffmolenbake ist durch Explosion der Petroleumlampe beschädigt und vorläufig durch eine Lokomotivlaterne ersetzt worden.
Geogr. Lage: 53°48´29´´N-Br., 14°20´36´´O-Lg.

W-Haffmolenbake repariert,
Oberfeuer erneuert
[NfS. Nr. 2521 v. 10.11.1906] vgl. Nr. 1893/1906

   Die am 15. August d.J. zerstörte obere Laterne auf der W-lichen Haffmolenbake ist durch eine neue Laterne ersetzt worden. Das Feuer hat jetzt wieder die frühere Sichtweite.
1913

   W-Haffmole, auf dem Kopfe (lfd. Nr.436)



Position: 53°49´N 14°20´O
Kennung: F. (Flüssiggas)
Nebenfeuer: F. w. & r.
Höhe: 23,5 m
Feuerhöhe: 23,5 m
Nenn-Tw.: 10/5,5 M
Angaben:
Weiße, hölzerne Gitterbake, darüber eine Spiere mit Doppelkegel als Toppzeichen.
Seelaterne an derselben Bake.
Unbewachte Torfeuer, sichtbar von rw. 316° bis rw. 326°, im übrigen verdunkelt.



   O-Haffmole, auf dem Kopfe (lfd. Nr.439)

Position: 53°48´33´´N 14°20´43´´O
Kennung: F. (Petr.)
Höhe des Feuers über Mittelwasser: 22 m
Höhe des Turmes über Erdboden: 23,5 m
Angaben:
14 m hoch in Fachwerk erbaute und mit einer eisernen Spiere versehene weiße, hölzerne Bake.
Spiere, bis 22 m über M-Wss., trägt ein rotes, rundes Toppzeichen von 3 m Durchmesser.
Bemerkungen:
Bei Nebel oder unsichtigem Wetter:
Signale mit einem auf dem Kopfe der O-lichen Haffmole befindlichen Läutewerk: Einzelschlag, Wiederkehr 20 s. Das Gerüst des Läutewerks ist schwarz angestrichen.
Unbewacht.
Kennzeichnen, in Verbindung mit den Feuern auf den Kaseburger Baken, die Mittellinie der neu hergestellten Haffrinne, wenn die letzteren in der Mitte zwischen den Feuern auf den Köpfen der Haffmolen sich befinden.

   Nach Inbetriebnahme der Kaiserfahrt-Torfeuer fallen die Torfeuer in 22 m Höhe und das Nebenfeuer fort. Statt dessen werden die Molenköpfe durch neue Festfeuer bezeichnet werden.


   Ostball-Bake








... die Ostballbake ist rot- schwarz, steht auf dem 5 km-Punkt und bezeichnet den Einlauf zwischen die in das Große Haff hinausgebauten Molen.

1914

Geplante Baken
[NfS. Nr. 1482.1 v. 06. Juni 1914]
vgl. N.f.S. 1482.2/1914

   1. An den Außenseiten der Haffmolen der Kaiserfahrt, etwa 100m N-lich von den Molenfeuern, sollen in gleichem Abstande von der Achse der Kaiserfahrt 230m voneinander Mitte Juni 1914 zu Versuchen zwei 15,5m über Mittelwasser hohe, hölzerne Baken errichtet werden. Sie werden des Nachts nicht beleuchtet. . Lagen: 53°48'36"N, 14°20'42"O . und 53°48'36"N, 14°20'29". Angaben über die Versuche folgen.

   2. Im Laufe des Monats Juli sollen zu beiden Seiten der Haffrinne bei der Tonne 7 sowie zwischen den Tonnen 13 und 14 je zwei weitere Baken in gleichem Abstande von der Achse der Haffrinne 230m voneinander errichtet werden. Auf diesen Baken werden nachts 16m über Wasser ringsum sichtbare, weiße Festfeuer brennen.

Lagen der Baken bei der Tonne 7: 53°45'37"N, 14°24'48"O . und 53°45'34"N, 14°24'35".
Lagen der Baken zwischen den Tonne 13 und 14: 53°42'37"N, 14°28'42"O . und 53°42'34"N, 14°28'38"O.

Angaben über die Versuche folgen.

Beginn der Baken-Errichtung
[NfS. Nr. 2151 v. 25. Juli 1914]

   Mit der Errichtung von zwei Paar Versuchsbaken zu beiden Seiten der Stettiner Haffrinne bei den Tonnen 7 und 14 in gleichem Abstande von der Achse der Haffrinne 230 m voneinander wird in den nächsten Tagen begonnen. Bei unsichtigem Wetter ist beim Kreuzen der Haffrinne an diesen Stellen Vorsicht geboten.

Lage der Baken bei der Tonne 7:   53°45'37"N, 14°24'48"O und 53°45'34"N, 14°24'35"O.
Lage der Baken bei der Tonne 14: 53°42'37"N, 14°28'42"O und 53°42'34"N, 14°28'38"O.

1920

Leuchtbaken, geplante Erneuerung
[NfS. No. 2083 v. 3. Juli 1920]

   Die beiden Baken auf den Köpfen der Haffmolen bei der Mündung der Kaiserfahrt in das Stettiner Haff sind baufällig und sollen im Sommer 1920 abgebrochen und erneuert werden. Mit den Arbeiten wird voraussichtlich Mitte Juli begonnen werden.
   Während der Bauzeit brennen die Feuer in 20 m Höhe über mittlerem Wasserstande an zwei einfachen Aufzugsmasten, die 25 m O-lich und W-lich von den alten Baken auf besonderem Pfahlwerk errichtet werden. Die beiden den Krickser Haken und den Woitziger Haken deckenden Quermarken sowie das Läutewerk auf dem Kopfe der O-lichen Haffmole fallen während dieser Zeit weg.
   Ungf. Lage der O-lichen Bake: 53°49´N, 14°21´O

Erneuerung verschoben
[NfS. No. 3996 v. 9. Dezember 1920]

   Die mit NfS. 20--2083 für den Sommer 1920 angekündigte Erneuerung der beiden baufälligen Baken auf den Köpfen der Haffmolen bei der Mündung der Kaiserfahrt in das Stettiner Haff erfolgt in diesem Jahre nicht mehr und wird auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Baken zeigen die vorgeschriebenen Lichter, das Läutewerk ist im Gang.
Ungf. Lage der O-lichen Bake: 53°49´N, 14°21´O
1921

Erneuerung erneut verschoben
[NfS. No. 1439 v. 23. April 1921] vgl. NfS. 3996/1920

   Die mit NfS. 20-2083 angekündigte Erneuerung der beiden Baken auf den Köpfen der Haffmolen bei der Mündung der Kaiserfahrt in das Stettiner Haff soll 1921 ausgeführt werden. Während der Bauzeit brennen die Feuer 20 m über Wasser an zwei einfachen Aufzugsmasten, die 25 m O-lich und W-lich von den alten Baken auf besonderem Pfahlwerk errichtet werden. Die beiden den Krickser Haken und dem Woitziger Haken deckenden Quermarken sowie das Läutewerk auf der O-lichen Haffmole fallen während dieser Zeit fort.
    Die Ersatzbaken werden etwa Anfang Juli in Betrieb genommen werden, die Erneuerung der Baken wird voraussichtlich drei Monate dauern.

Ungf. Lage der O-lichen Bake: 53°49´N, 14°21´O
Ungf. Lage der W-lichen Bake: 53°49´N, 14°20´O.

1928

Änderung beabsichtigt
[NfS. No. 523 v. 18. Februar 1928]

Tag der Ausführung: März 1928
Geogr. Lage: Ungf. 53°49´N, 14°21´O, auf den Köpfen der O- und der W-Haffmole
Feuerangaben: Die Feuer auf dem Kopfe der O-Haffmole und der W-Haffmole, bisher Petroleumfeuer, sollen in Flüssiggasfeuer geändert werden.
Kennung der Feuer und Höhe der Feuer über Mittelwasser bleiben unverändert. Das Ortsfeuer, ein F. r., das auf der W-Haffmole unter dem Hauptfeuer in einem runden Lampenhäuschen brennt, brennt nach Beseitigung des Lampenhäuschens in einer Seelaterne. Die roten Sektoren des Ortsfeuers werden geändert, und zwar wird der westliche Sektor die Fahrt zwischen den Tonnen Woitzig S und West-Repzin N decken, der östliche Sektor den Krickser Haken von der Tonne Krickser Haken O bis etwa rw. 290°.
Nebelsignal: Das jetzige Läutewerk auf der östlichen Haffmole wird einschließlich des schwarzen Gerüstes beseitigt und durch ein Kohlensäureläutewerk ersetzt, das im ersten Stockwerk der Bake stehen wird. Die Kennung des Nebelsignals bleibt unverändert.
1930

Baubeginn der Torfeuer
Die Arbeiten der Reichswasserstraßenverwaltung im Jahre 1930







   Der Ausbau der Schiffahrtstraße zur Herstellung einer Wassertiefe, die Schiffen von 800 Bruttoregistertonnen mit 8 m Tiefgang den Zugang zum Stettiner Hafen auch bei Wasserständen ermöglicht, die unter dem gewöhnlichen Wasserstande liegen, wurde fortgesetzt. Die Ausbaggerung der Haffrinne und der unteren Oder im Eigenbetriebe ging planmäßig weiter. Der sogenannte Schützenwerder-Durchstich, durch den die für die Schiffahrt gefährliche S-förmige Krümmung an der Feldmühle bei Odermünde abgeschnitten werden soll, wurde im August 1930 in Angriff genommen. ...
   Von dem Kaiserfahrt-Torfeuer, dem letzten in der Torfeuerkette, sind die Unterbauten fertiggestellt, die eisernen Oberbauten sind vergeben.

"Die Bautechnik", 9.Jahrgang Heft 2 v. 9. Januar 1931

1931

Letzter Eintrag der alten Haffmolen im Leuchtfeuerverzeichnis 1931.

   O-Haffmole, Kopf (Lfv.Nr. 435)

Position: 53°49´N 14°21´O
Kennung: F. (Flüssiggas)
Höhe: 23,5 m
Feuerhöhe: 23,5 m
Nenn-Tw.: 14 M
Angaben:
Weiße, hölzerne Gitterbake, darüber eine Spiere mit rotem Balltoppzeichen.
Unbewachte Torfeuer, sichtbar von rw. 316° bis rw. 326°, im übrigen verdunkelt.
Kennzeichnen, in Verbindung mit den Kaseburger-Feuern, die Mittellinie der Haffrinne, wenn sich die Richtfeuer in der Mitte zwischen den Feuern auf den Köpfen der Haffmolen befinden.
Nach Inbetriebnahme der Kaiserfahrt-Torfeuer fallen die Torfeuer in 22 m Höhe und das Nebenfeuer fort. Statt dessen werden die Molenköpfe durch neue Festfeuer bezeichnet werden.


   W-Haffmole, Kopf (Lfv.Nr. 436)

Position: 53°49´N 14°20´O
Kennung: F. (Flüssiggas)
Nebenfeuer: F. w. & r.
Höhe: 23,5 m
Feuerhöhe: 23,5 m
Nenn-Tw.: 10/5,5 M
Angaben:
Weiße, hölzerne Gitterbake, darüber eine Spiere mit Doppelkegel als Toppzeichen.
Seelaterne an derselben Bake.
Unbewachte Torfeuer, sichtbar von rw. 316° bis rw. 326°, im übrigen verdunkelt.
Kennzeichnen, in Verbindung mit den Kaseburger-Feuern, die Mittellinie der Haffrinne, wenn sich die Richtfeuer in der Mitte zwischen den Feuern auf den Köpfen der Haffmolen befinden.
Nach Inbetriebnahme der Kaiderfahrt-Torfeuer fallen die Torfeuer in 22 m Höhe und das Nebenfeuer fort. Statt dessen werden die Molenköpfe durch neue Festfeuer bezeichnet werden.



Beabsichtigte Planungsdaten
[Verzeichnis der Leuchtfeuer und Signalstellen aller Meere 1931, Teil I Ostsee ]

   Kaiserfahrt-Torfeuer, O-Feuer (Lfv.Nr. 433)

Position: 53°49´N 14°21´O
Kennung: F. (Flüssiggas)
Darunter: Ubr. Grp. 2 w. & r.
Höhe: 27,5 m
Feuerhöhe: 25 m
Nenn-Tw.: 15 M
Angaben:
130 m O-lich von der Mitte der Kaiserfahrt.
Schwarz-weiß-schwarz waagerecht gestreifte, viereckige, eiserne Bake mit zylindrischem Leiterschacht, runder Laterne und zwei Galerien auf quadratischem Betonunterbau.
Beabsichtigt: Unbewachtes Torfeuer, bezeichnet in Verbindung mit dem Kaseburger Richtfeuer und dem Haff-Torfeuer Nord die Mitte der Haffrinne und der Kaiserfahrt (rw. 141,7° und rw. 321,7°).
Inbetriebnahme voraussichtlich im Sommer 1931.


   Kaiserfahrt-Torfeuer, W-Feuer (Lfv.Nr. 433)

Position: 53°49´N 14°21´O
Kennung: F. (Flüssiggas)
Darunter: Blk. Grp. 3 w. & r.
Höhe: 27,5 m
Feuerhöhe: 25 m
Nenn-Tw.: 15 M
Angaben:
130 m W-lich von der Mitte der Kaiserfahrt.
Rot-weiß-rot waagerecht gestreifte, viereckige, eiserne Bake mit zylindrischem Leiterschacht, runder Laterne und zwei Galerien auf quadratischem Betonunterbau.
Beabsichtigt:
Inbetriebnahme voraussichtlich im Sommer 1931.



Bau und Inbetriebnahme der Torfeuer
[NfS. Nr. 1857 v. 30. Mai 1931]

Geogr. Lage der Bauwerke:

Ostbauwerk: 53°48´37,0´´N, 14°20´41,8´´O
Westbauwerk: 53°48´31,7´´N, 14°20´30,6´´O. Angaben:

   Zur Verbesserung der Befeuerung der Seeschiffahrtsstraße Stettin--Swinemünde werden etwa 114 m nordwestlich von der Verbindungslinie der Haffmolenbaken und je etwa 130 m östlich und westlich von der Mittellinie der Kaiserfahrt die beiden Bauwerke des Kaiserfahrt-Torfeuers errichtet.
   Die 21,5 m hohen Oberbauten, viereckige, eiserne Baken mit zylindrischem Leiterschacht, runder Laterne und zwei Galerien, werden zur Zeit auf den 6 m hohen, quadratischen Betonunterbauten aufgestellt.
   Die Inbetriebnahme der Feuer wird noch mitgeteilt.



Inbetriebnahme der Torfeuer
[NfS. Nr. 3694 v. 10.10.1931] Frühere NfS: 1857/1931

Tag der Anzündung: 15. Oktober 1931; ohne weitere Nachricht
Geogr. Lage:

Ostbauwerk: Ungf. 53°48´ 37,0´´N, 14°20´41,8´´O
Westbauwerk: Ungf. 53°48´31,7´´N, 14°20´30,6´´O.

Angaben: Die 21,9 m hohen Oberbauten, viereckige, eiserne Baken mit zylindrischem Leiterschacht, runder Laterne und zwei Galerien, sind auf den quadratischen, 6 m hohen Betonunterbauten aufgestellt, sie bleiben vorläufig in rotem Mennigeanstrich.

I. Hauptfeuer: Auf dem Ostbauwerk und auf dem Westbauwerk.
Karteneintragung: Je ein F.
Kennung: Je ein weißes Festfeuer (Scheinwerferleuchte).
Feuerhöhe über Wasser: 25 m
Sichtweite: 15 Sm
Sektoren: Jedes Feuer ist sichtbar von rw. 138,2° bis rw. 145,2° und von rw. 318,2° bis rw. 325,2°.


II. Quermarkenfeuer für die Umfahrung des Krickser Hakens: Auf dem Ostbauwerk
Karteneintragung: Ubr. Grp. (2) w. & r.
Kennung:Unterbrochenes Feuer mit Gruppe von 2 Unterbrechungen ...
Feuerhöhe über Wasser: 22,6 m
Sichtweite: Weiß 14,5 Sm, rot 8,0 Sm

III. Quermarkenfeuer für die Woitziger Fahrt: Auf dem Westbauwerk
Karteneintragung: Blk. Grp. (3) w. & r.
Kennung:Ein Blinkfeuer mit Gruppe von 3 Blinken ...
Feuerhöhe über Wasser: 22,6 m
Sichtweite: Weiß 14,5 Sm, rot 8,0 Sm



Veränderungen nach Inbetriebnahme
["Nachrichten für Seefahrer" Nr. 3695 v. 10.10.1931]

Geogr. Lage der Bauwerke:

Ostbauwerk: Ungf. 53°49´N, 14°21´O
Westbauwerk: Ungf. 53°49´N, 14°20´O.

Angaben:
Im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des Kaiserfahrt-Torfeuers fallen mit dem 15. Oktober 1931 das feste, weiße Torfeuer in 22,0 m Höhe auf der Ost- und Westbake, sowie das feste, weiße und rote Nebenfeuer in 14,0 m Höhe auf der Westbake ohne weitere Nachricht fort.
   Die Tagesbezeichnung beider Baken und das Luft-Nebelsignal auf der Ostbake bleiben unverändert. Die Nachtbezeichnung erfolgt vom 15. Oktober ab durch je ein unbewachtes, mit Flüssiggas betriebenes Ortsfeuer.

I. Ortsfeuer auf dem Ostbauwerk.
Karteneintragung: F. gn.
Kennung: Rotes, ringsum sichtbares Festfeuer (Seelaterne)
Feuerhöhe über Wasser: 14,0 m.
Sichtweite: 4,5 Sm.

II. Ortsfeuer auf dem Westbauwerk.

Karteneintragung: F. r.
Kennung: Grünes, ringsum scheinendes Festfeuer (Seelaterne)
Feuerhöhe über Wasser: 14,0 m.
Sichtweite: 3,5 Sm.









Die Arbeiten der Reichswasserstraßenverwaltung im Jahre 1931

   ... Am 15. Oktober 1931 wurde das Kaiserfahrt-Torfeuer in Betrieb genommen, das dicht bei der Einfahrt vom Haff in die Kaiserfahrt steht.
   Die Befeuerung der 31 km langen geraden Strecke, bestehend aus Kaiserfahrt, Haffrinne und Papenwasser-Durchstich mit 4 Paar Torfeuern, die in je 125 m Abstand östlich und westlich der Fahrwasser-Mittellinie stehen, ist damit fertiggestellt.
1932

Leuchtbaken-Anstrich wird geändert
[NfS. Nr. 2126 v. 02.7.1932] Frühere NfS.: 3694/1931

Geogr. Lage:

Ostbauwerk: 53°48´37,0´´N, 14°20´41,8´´O.
Westbauwerk: 53°48´31,7´´N, 14°20´30,6´´O.

Angaben: Der vorläufige Mennigeanstrich der eisernen Oberbauten wird im Monat Juli 1932 dauernd durch folgenden Ölfarbenanstrich ersetzt:

Ostbake
   Die beiden unteren Gerüstfelder ( 6,00 bis 12,95 m über Wasser) = schwarz,
die drei oberen Gerüstfelder (12,95 bis 20,90 m über Wasser) = weiß,
die Laterne einschl. Galerien (20,90 bis 25,75 m über Wasser) = schwarz

Westbake
   Die beiden unteren Gerüstfelder ( 6,00 bis 12,95 m über Wasser) = rot,
die drei oberen Gerüstfelder (12,95 bis 20,90 m über Wasser) = weiß,
die Laterne einschl. Galerien (20,90 bis 25,75 m über Wasser) = rot

1938

Ostballbake wird beseitigt
[NfS. Nr. 3994 v. 17. September 1938]

Zeit der Ausführung: In etwa zwei Wochen; ohne weitere Nachricht.
Geogr. Lage: Ungf. 53°49,4´N, 14°19,5´O, auf dem Ostufer der Kaiserfahrt.
Angaben: Die Ostballbake ist zu streichen.
1945

   Als Ergebnis des II. Weltkrieges wurde es polnisches Staatsgebiet.
Die Baken wurde umbenannt in:

Kanal Piastowski, Brama Torowa 1
1958

Alter Nebelschallsender beseitigt
[NfS. Nr. 623 v. 22. Februar 1958]

Geogr. Lage: Ungf. 53°48,6´N, 14°20,6´O, beim Feuer auf dem Kopf der O-Haffmole.
1961

Neuer Nebelschallsender eingerichtet
[NfS. Nr. 196 v. 21. Januar 1961]

Geogr. Lage: Ungf. 53°48,5´N, 14°20,4´O, beim Torfeuer W.
Karteneintragung: Füge hinzu N-S..
Bei Nebel usw.: Schallzeichen mit elektrischem Membransender (Tonhöhe 300)


Feuer geändert
[W.Z. Nr. 44/488, Gdynia 1961] [NfS. Nr. 4933 v. 18.11.1961]

a. O-Haffmole-Feuer

Geogr. Lage: Ungf. 53°48,6´N 14°20,6´O, auf dem Kopf der Mole.
Karteneintragung: Blz. r.
Feuerträger: 12,3 m hoher, grauer Gitterturm mit Galerie auf grauem Betonunterbau.

b. W-Haffmole-Feuer

Geogr. Lage: Ungf. 53°48,5´N 14°20,5´O, auf dem Kopf der Mole.
Karteneintragung: Blz. gn.
Feuerträger: 12,3 m hoher, grauer Gitterturm mit Galerie auf grauem Betonunterbau.

2003

Erweiterung der Molen
[Artikel von "Urzad Morski w Szczecinie" Mai 2003,
Modernizacja toru wodnego Swinoujscie-Szczecin]



   Seit Juli 2002 dauert die Modernisierung der Molen, die von der Weltbank mitfinanziert werden.
Die Arbeiten sollen bis 2004 beendet werden.
2006

   Brama-Torowa-Feuer




   Brama-Torowa, Molen-Feuer

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